Mammographie: Muss ich eigentlich hingehen?

Frauen ab 50 Jahre sollten alle zwei Jahre zu einem kostenlosen Mammographie-Screening gehen.
Frauen ab 50 Jahre sollten alle zwei Jahre zu einem kostenlosen Mammographie-Screening gehen. Frauen, bei denen Brustkrebs in der Familie vorkommt, können bereits ab 40 Jahren mit der Gratis-Brust-Kontrolle beginnen © shutterstock

Brustkrebs – die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Mithilfe eines Mammographie-Screenings können schon kleinste Veränderung festgestellt werden. Aber ist eine Mammographie schädlich? Hier erfahren Sie alles, was Sie wissen sollten.

Die Nachbarin, die Freundin, die Kollegin – eine von zehn Frauen erhält im Lauf ihres Lebens die Diagnose Brustkrebs. Wir alle kennen Betroffene. 75 000 neue Fälle gibt es pro Jahr. Statistisch gesehen wird jede zehnte Frau an Brustkrebs erkranken. Mit Hilfe von regelmäßigen Mammographien, also der Röntgenuntersuchung der Brust, können selbst kleine Veränderungen im Brustgewebe entdeckt werden – lange bevor sie beim Abtasten der Brust auffallen. Manchmal kann es sich bei einem kleinen Knoten aber auch um sogenanntes Fibroadenom handeln, eine gutartige Geschwulst, die – solange sie keine Beschwerden macht – auch nicht entfernt werden muss.

 

Wer sollte hingehen?

Besonders häufig treten bösartige Brusttumore bei Frauen zwischen 50 und 69 Jahre auf. Deshalb zahlt die Kasse eine Mammographie auch erst für Frauen ab 50 Jahre. Studien aus Großbritannien, Norwegen und Schweden haben gezeigt, dass regelmäßige Mammographie die Brustkrebssterblichkeit um 30 bis 40 Prozent senken kann. Wer ganz sichergehen will, kann bereits ab 40 Jahren mit der Mammographie beginnen. Allerdings übernimmt die Kasse die Kosten (etwa 70 Euro) nur dann, wenn bereits ein Brustkrebsfall in der Familie vorliegt.

 

Wie sicher ist es?

Jeder Diagnoseschritt wird von mehreren Ärzten überprüft und dokumentiert. Zudem kommen die digitalen Röntgengeräte, die im Mammographie-Screening eingesetzt werden, mit sehr geringen Strahlenmengen aus. Die Dosis, die während der Mammographie abgegeben wird, entspricht etwa der Strahlung, der sich ein Passagier während eines Flugs von Hamburg auf die Kanaren aussetzt. Um die Strahlenbelastung gering zu halten und trotzdem alle Bereiche einer Brust darstellen zu können, wird die Brust zusammengedrückt. Keine Sorge: Das tut nicht oder nur kaum weh.

 

Wie oft muss ich hin?

Alle zwei Jahre werden Frauen ab 50 Jahre zum Mammographie-Screening eingeladen – und diese Termine sollten sie auch wahrnehmen. Die Krebsvorsorge-Termine beim Frauenarzt ersetzen sie aber nicht – die sollten zusätzlich eingehalten werden.

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