Malaria: Wie sieht die Behandlung aus?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Die jeweilige Malaria-Behandlung hängt von der Art des Malaria-Erregers, von bekannten Resistenzen gegen bestimmte Medikamente, der Schwere der Erkrankung und der Tatsache ab, ob vor der Infektion bereits eine Malaria-Prophylaxe durchgeführt wurde.

 

Häufig sind Erreger gegen gängige Malaria-Medikamente resistent

Für die gefährlichste Form, die Malaria tropica, wird die Malaria-Behandlung immer in einem Krankenhaus durchgeführt, nach Möglichkeit in einer Einrichtung mit tropenmedizinischer Erfahrung und intensivmedizinischen Möglichkeiten. Da der Erreger der Malaria tropica, Plasmodium falciparum, häufig gegen die gängigen Malaria-Medikamente Chloroquin und Sulfadoxin-Pyrimethamin resistent ist, setzt der Arzt eine Kombinationsbehandlung ein, beispielsweise aus den Wirkstoffen Atovaquon und Proguanil. Sobald die Erkrankung einen komplizierten Verlauf mit absehbaren Schäden an Organen (zum Beispiel Niere oder Gehirn) nimmt, werden Betroffene intensivmedizinisch versorgt. Für die Malaria-Behandlung werden dann die Wirkstoffe Chinin und Doxycyclin verwendet, zumeist in Kombination. Das gleiche Vorgehen gilt für die Behandlung der seltenen Plasmodium-knowlesi-Malaria.

Für die milder verlaufende Malaria tertiana kommt in der Behandlung hauptsächlich Chloroquin zum Einsatz, da die Erreger Plasmodium vivax und Plasmodium ovale wenig bis keine Resistenzen gegen den Wirkstoff aufweisen. Als abschließende Behandlung empfiehlt sich zusätzlich der Einsatz von Primaquin. Bei der leichtesten Malaria-Form, der Malaria quartana, setzt der Arzt für die Behandlung ebenfalls Chloroquin ein, eine abschließende Behandlung mit einem weiteren Wirkstoff ist hier nicht notwendig.

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