Malaria: „Trojanische Kühe“ tricksen Mücken aus

Verena Elson
Weidekühe in Tansania
Malaria-Mücken interessieren sich nicht für Kühe – aber für Menschen. Mediziner haben Weidekühen und -Ziegen in Tansania darum ein Mittel verabreicht, dass sie nach Menschenschweiß riechen lässt © iStock

Sie tun so, als wären sie Menschen, und retten so Leben: In Tansania werden Kühe beim Kampf gegen Malaria eingesetzt. Mediziner haben sich dafür einen raffinierten Trick ausgedacht.

Das Trojanische Pferd ist wohlbekannt – ein großes Holzpferd vor den Toren Trojas, in dessen Bauch sich griechische Soldaten versteckten. Doch was ist eine Trojanische Kuh?

Der Trick ist genial: Mediziner verabreichen Kühen ein Mittel, das sie nach Menschenschweiß riechen lässt. Malaria-Mücken werden von dem „leckeren“ Geruch angelockt und stechen die Kühe. Die stört das nicht, denn sie erkranken nicht an Malaria.

 

Malaria-Mücken lassen Menschen in Ruhe

Die Mücken aber nehmen ein Entwurmungsmittel aus dem Körper der Kühe auf und sterben daran. Ein Versuch der Methode in Tansania verlief erfolgreich, wie die Zeitung „The East African“ berichtete: Die Mücken stachen mehr Kühe und weniger Menschen. Der gleiche Trick funktioniert übrigens auch mit Ziegen. Jetzt sollen weitere Tests in anderen afrikanischen Ländern folgen.

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