Malaria beginnt mit grippeähnlichen Symptomen

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Die Malaria-Symptome setzen mit unspezifischen Beschwerden wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, manchmal Durchfall sowie einem allgemeinen Krankheitsgefühl ein. Betroffene interpretieren diese Symptome häufig fälschlicherweise als Grippe, grippalen Infekt oder als Magen-Darm-Infektion. Ausmaß und Intensität der Symptome und die Schwere der Erkrankung hängen davon ab, ob Betroffene bereits vorher durch einen oder mehrere unterschiedliche Malaria-Erreger infiziert wurden. Mehrfache Infektionen schützen vor einem schweren Krankheitsverlauf. Sie sorgen also für eine teilweise Immunisierung.

 

Malaria tropica verläuft oft tödlich

Bei der Malaria tropica handelt es sich um die gefährlichste Malaria-Art, die unbehandelt in etwa 30 Prozent aller Fälle tödlich verläuft. Erste Malaria-tropica-Symptome sind – wie bei allen anderen Malaria-Formen auch – eher unspezifisch. Zu ihnen zählen Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Fieber, das von Durchfällen begleitet sein kann. Im Gegensatz zu allen anderen Arten der Malaria handelt es sich nicht um rhythmisch wiederkehrende Fieberschübe (rhythmisches Wechselfieber), sondern um unregelmäßiges, hohes Fieber. Je nach Verlauf und Schwere der Erkrankung kann es zu Blutarmut, Krampfanfällen und Bewusstseinseintrübungen bis hin zum Koma kommen. Weitere mögliche Komplikationen sind plötzliches Nierenversagen, Kreislaufkollaps sowie eine starke Vergrößerung von Leber oder Milz.

Malaria kann grippeähnliche Symptome hervorrufen
Wer nach einem Urlaub in einem Risikogebiet unter grippeähnlichen Symptomen leidet, sollte auch an die Möglichkeit einer Malaria denken© iStock

Die Malaria tertiana zeigt sich durch Symptome wie plötzlich einsetzendes Fieber in Kombination mit einer Mischung aus unspezifischen Beschwerden wie Kopf- und Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit und allgemeinem Krankheitsgefühl. Innerhalb weniger Tage treten die Fieberschübe in festgelegten Abständen von etwa 48 Stunden auf. In den Nachmittagsstunden kommt es typischerweise zu Schüttelfrost. Das Fieber steigt dabei schnell auf Werte um die 40 Grad Celsius und hält für etwa drei bis vier Stunden an. Danach fällt es – begleitet durch starke Schweißausbrüche – unvermittelt auf die normale Körpertemperatur ab. Die Malaria tertiana verläuft nur in den seltensten Fällen tödlich.

 

Rückfälle sind bis zu 40 Jahre nach der Erstinfektion möglich

Die Malaria quartana ist die mildeste Form der Malaria. Auch hier sind die charakteristischen Symptome Fieberschübe in festgelegten Zeitabständen, allerdings sind die Abstände mit etwa 72 Stunden größer als bei der Malaria tertiana. Eine Malaria-quartana-Infektion kann über einen langen Zeitraum im menschlichen Körper verbleiben, weswegen Rückfälle bis zu 40 Jahre nach der Erstinfektion möglich sind.

Die Plasmodium-knowlesi-Malaria ist selten und kommt ausschließlich in Südostasien vor, wo der Erreger ein Reservoir in Affen hat. Die Malaria-Symptome sind hier tägliche Fieberschübe, begleitet von hohen Erregerzahlen im Blut.

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