Majoran bietet natürliche Hilfe bei Rheuma

Redaktion PraxisVITA

Majoran wird in der Volksmedizin bei vielen Leiden eingesetzt: Etwa bei Verdauungsschwäche, Appetitlosigkeit, Blähungen, Krämpfen im Magen-Darm-Bereich, rheumatischen Beschwerden, Nervenschmerzen und Husten. Die Wirkung ist jedoch nicht bewiesen.

Majoran wird frisch oder getrocknet zum Würzen von Suppen, Soßen oder Fleischgerichten
Majoran wird frisch oder getrocknet zum Würzen von Suppen, Soßen oder Fleischgerichten © Fotolia
 

Majoran: Anwendung und Heilwirkung

Definition Majoran

Bezeichnung: Origanum majorana     Familie: Lippenblütler (Lamiaceae)  Gattung: Dost (Origanum)

Majoran wirkt angeblich krampf- und schleimlösend und fördert die Produktion von Magensaft. Anwendungsbereiche sind dementsprechend in der Volksmedizin Verdauungsschwäche, Appetitlosigkeit, Blähungen, Krämpfe im Magen-Darm-Bereich sowie Husten. In Bädern und Einreibungen verwendet man die Pflanze außerdem bei rheumatischen Beschwerden, Nervenschmerzen und Erkältungen.

Eine Wirksamkeit von Majoran ist wissenschaftlich allerdings nicht belegt. Insofern wird Majoran von der Kommission E (BGA/BfArM) auch negativ bewertet. Vor einer längerfristigen Anwendung wird wegen der enthaltenen Wirkstoffe gewarnt. Explizit wird außerdem vor einer Anwendung von Salben mit Majoran-Extrakt bei Säuglingen und Kleinkindern gewarnt.

 

Im Majoran enthaltene Wirkstoffe

Ätherisches Öl (Terpenderivate), Flavonoide, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Hydrochinone, Ascorbinsäure

 

Botanik

Für einen intensiven Geschmack und gute Heilwirkung sollte man Majoran vor seiner Blüte im Juni ernten
Für einen intensiven Geschmack und gute Heilwirkung sollte man Majoran vor seiner Blüte im Juni ernten© Fotolia

Majoran ist eine aufrechte, grau behaarte, 30 bis 50 Zentimeter hohe Pflanze. Ihre Blätter sind graugrün und spatenförmig oval, die Blüten klein und weiß bis rosa. Blütezeit ist Juli bis September. Die Wildform ist ausdauernd, als Kulturpflanze ist Majoran meist einjährig.

 

Verbreitung

Seinen Ursprung hat Majoran in Kleinasien. Von dort kommend wurde er im ganzen Mittelmeerraum und Südosteuropa eingebürgert. In all diesen Regionen wird Majoran auch als Heilpflanze und Gewürz angebaut. Auch in Deutschland wird Majoran heute kultiviert. Majoran bevorzugt warmes Klima.

 

Andere Namen des Majoran

Bratenkraut, Gartenmajoran, Mairon, Maigram, Wurstkraut

Wissenswertes über Majoran

Majoran ist ein beliebtes Gewürz, das vor allem bei deftigen Speisen wie Eintöpfe mit Kartoffeln, Kohl oder bei Wurstwaren verwendet wird. Heute ist Majoran nach Petersilie das am häufigsten in Deutschland angebaute Gewürz.

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