Heilpflanzenlexikon

Maiglöckchen - natürliche Hilfe für das Herz

Maiglöckchen stärken die Venen, fördern die Kontraktion des Herzmuskels sowie die Ausscheidung von Kalium- und Natriumionen. Sie lindern Herzinsuffizienz und Altersherz.

Das Maiglöckchen hat mit seiner frühen Blüte und dem wohligen Duft viele Künstler inspiriert.
Das Maiglöckchen hat mit seiner frühen Blüte und dem wohligen Duft viele Künstler inspiriert. Der schwedische Dichter Gustaf Fröding nannte es sogar König der Pflanzen
 

Maiglöckchen: Anwendung und Heilwirkung

Definition Maiglöckchen

Bezeichnung: Convallaria majalis      Familie: Spargelgewächse                 Gattung: Convallaria

Das Maiglöckchen fördert die Kontraktion des Herzmuskels, stärkt die Venen, wirkt harntreibend und fördert die Ausscheidung von Kalium- und Natriumionen. Die von der Kommission E (BGA/BfArM) bestätigten Anwendungsgebiete sind (leichte) Herzinsuffizienz und Altersherz. Da alle Pflanzenteile stark giftig sind, ist die Behandlung mit der Rohpflanze nicht mehr gebräuchlich. Oft ist es Bestandteil pflanzlicher Kombinationspräparate oder homöopathischer Mittel zur Herzkraftstärkung.

 

Im Maiglöckchen enthaltene Wirkstoffe

Cardenolidglykoside (s Herzglykoside), Flavonoide, Steroidsaponine

 

Botanik

Maiglöckchen werden wegen ihrer giftigen Inhaltsstoffe heute nicht mehr direkt als Medikament eingesetzt.
Maiglöckchen werden wegen ihrer giftigen Inhaltsstoffe heute nicht mehr direkt als Medikament eingesetzt. Entsprechend gereinigte © Fotolia

Das Maiglöckchen ist eine mehrjährige Pflanze mit einem dünnen, unterirdisch kriechenden Wurzelstock. In der Regel hat es zwei lanzettliche Blätter. Die Blüten haben die Form einer Glocke, hängen und sind weiß. Die Beeren des Maiglöckchens sind klein und rot.

 

Verbreitung

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Europa und den Nordosten Asiens. Eingeschleppt durch den Menschen gibt es auch Vorkommen in Nordamerika. Es wächst an halbschattigen Standorten in sommerlichem Klima. Ist die Sonneneinstrahlung zu gering, bildet das Maiglöckchen keine Blüten aus.

 

Andere Namen für das Maiglöckchen

Maieriesli

Wissenswertes über Maiglöckchen

Der deutsche Name sowie der wissenschaftliche Artname verweisen auf die Blütezeit im Mai. Sein lieblicher Geruch macht es zu einer geschätzten Zutat für Parfüms.

Als Heilpflanze findet das Maiglöckchen ab dem Mittelalter Eingang in die Kräuterbücher als Mittel zur Herzstärkung. Die herzwirksamen Glykoside konnten Mitte des 19. Jahrhunderts isoliert dargestellt werden.

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