Heilpflanzenlexikon

Mai Dong - ein traditionelles Hustenmittel aus Asien

Schon vor über 2000 Jahren wurde Mai Dong in einer alten Schrift als Hustenmittel gepriesen. Und noch heute wird es in Asien angewandt.

Mai Dong wächst am Wegesrand
Laut der traditionellen chinesischen Medizin ist Mai Dong süß und trotzdem leicht bitter, aber vor allem gilt es als kalt© Fotolia
 

Mai Dong: Anwendung und Heilwirkung

Definition Mai Dong

Bezeichnung: Ophiopogon japonicus Familie: Spargelgewächse (Asparagaceae) Gattung: Ophiopogon Art: Ophiopogon japonicus

Aufgüsse und Auszüge aus Mai-Dong-Blättern sind in der traditionellen Medizin Asiens ein gängiges Hustenmittel. Daneben sollen sie auch vorbeugend gegen Erkältungen wirken. Weitere Anwendungsbereiche sind Magen-Darm-Beschwerden.

 

Im Mai Dong enthaltene Wirkstoffe

Ätherisches Öl, Glycosid-Steroide (Ruscogenin, Ophiopogonin-D), Isoflavonoide

 

Botanik

Ein Feld mit Mai Dong
Aufgrund seines schlanken Wuchses trägt Mai Dong auch den Spitznamen Schlangenbart© Fotolia

Die Mai Dong zählt zu den immergrünen, mehrjährigen Gräsern. Mit ihren Blättern kann sie sich weithin über den Boden ausdehnen. Ihre Blütezeit ist im Juli und im August. Die Blüten sind weiß bis hellviolett, die runden Früchte intensiv blau-violett.

 

Verbreitung

Natürliche Vorkommen gibt es in Japan, auf den Philippinen sowie in der Himalaja-Region vor. Primär wächst die Pflanze an schattigen Standorten.

 

Andere Namen für Mai Dong

Mai Men Dong, Japanischer Schlangenbart, Drachenbart, Affengras

Wissenswertes über Mai Dong

Mai Dong ist seit Langem in der chinesischen Pflanzenheilkunde bekannt. Der früheste Hinweis auf seine Verwendung findet sich im „Shennong Bencao Jing“, was etwa so viel wie „Klassische Kräuter des Göttlichen Pflügers“ bedeuten soll. Das Original ist verschollen, jedoch wird die Abfassung auf etwa 300 v. Chr. geschätzt.

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