Magnesiummangel – warum er dem Körper schadet

Mona Trautmann
Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Etwa 15 Prozent der Deutschen leiden an Magnesiummangel, wie mehrere Studien belegen. Der lebenswichtige Mineralstoff spielt bei vielen Stoffwechselprozessen eine große Rolle. Fehlt dem Körper Magnesium, zeigt sich das durch viele Symptome im ganzen Körper.

 

Was Ist Magnesium?

Bei Magnesium handelt es sich um einen lebenswichtigen Mineralstoff. Wie sein Gegenspieler Kalzium zählt er zu den Elektrolyten – zusammen regulieren beide die Erregbarkeit von Muskel- und Nervenzellen und steuern den gesamten Muskelapparat des Körpers. Magnesium ist außerdem am Energiestoffwechsel beteiligt.

Während Calcium für die Muskelanspannung sorgt, braucht der Muskel zur Entspannung Magnesium. Etwa 26 Gramm des Mineralstoffs befinden sich im Körper eines erwachsenen Menschen. Ein Großteil davon (etwa 60 Prozent) lagern in den Knochen. 39 Prozent sind in der Skelettmuskulatur lokalisiert und ein Prozent im Blut.

Mann hält seine verkrampfte Wade
Schmerzhafte Wadenkrämpfe sind nur ein mögliches Symptom von Magnesiummangel© iStock/KeremYucel
 

Was ist Magnesiummangel?

Unter Magnesiummangel verstehen Mediziner die zu geringe Konzentration von Magnesium im Blut. Bei zu geringer Magnesiumversorgung durch die Ernährung greift der Körper auf Depots in Knochen und Muskeln zurück. Erst wenn diese Speicher verbraucht sind, zeigt sich ein Magnesiummangel anhand der Blutwerte. In der Fachsprache wird Magnesiummangel als Hypomagnesiämie bezeichnet.

Normalerweise sollten bei einem erwachsenen Menschen zwischen 0,7 und 1,0 mmol Magnesium pro Liter Blut vorhanden sein. Als Mangel gilt ein Gehalt von weniger als 0,65 mmol pro Liter Blut.

Alte Frau nimmt Tablette mit einem Glas Wasser ein
Der tägliche Magnesiumbedarf kann durch Nahrungsmittel und Präparate gedeckt werden. Wie viel Magnesium ein Mensch benötigen, hängt auch mit dem Alter zusammen© iStock/BraunS
 

Magnesiumbedarf – wie viel pro Tag?

Da der menschliche Körper Magnesium nicht selbst herstellen kann, sollten Sie auf eine ausreichende Zufuhr durch die Ernährung achten: Am Tag sollte ein erwachsener Mensch zwischen 300 und 400 Milligramm Magnesium zu sich nehmen. Der Bedarf ist jedoch abhängig von Gesundheitszustand, Alter und der körperlichen Aktivität.

 

Welche Aufgaben hat Magnesium im Körper?

Der lebensnotwendige Mineralstoff ist an vielen wichtigen Stoffwechselvorgängen beteiligt: Mehr als 300 Enzyme sind auf Magnesium angewiesen, um ihre Funktionen zu erfüllen:

  • Der Mineralstoff reguliert die An- und Entspannung der Muskeln
  • Magnesium stabilisiert das Herz-Kreislaufsystem: Es sorgt dafür, dass Blutgefäße sich weiten können, damit der Blutdruck nicht zu sehr ansteigt. Zusammen mit dem Gegenspieler Calcium reguliert Magnesium die Funktion des Herzmuskels (Anspannung und Entspannung).
  • Im Darm sorgt der Mineralstoff für die Darmbewegung (Peristaltik).
  • Magnesium und Kalzium sorgen gemeinsam für feste Knochen und Zähne.
  • Es stabilisiert die Zellmembranen und steuert deren Durchlässigkeit
  • Magnesium spielt eine wichtige Rolle bei der Reparatur und Bildung der Erbsubstanz
  • Magnesium dämpft die Ausschüttung von Stresshormonen

Herrscht im Körper Magnesiummangel, können gesundheitliche Beeinträchtigungen wie Herzrhythmusstörungen und andere Symptome die Folge sein.

 

Aufnahme und Abgabe von Magnesium

Magnesium wird über die Nahrung aufgenommen und im Dünndarm resorbiert. Allerdings nimmt der Körper nicht dieselbe Menge des Mineralstoffs auf, die dem Körper zugeführt wurde, sondern nur etwa ein Drittel davon. Der Rest wird mit Stuhl und Urin ausgeschieden.

Schwangere Frau hält sich die schmerzende Wade
Schwangere und stillende Frauen gehören zur Risikogruppe für Magnesiummangel. Sie haben einen erhöhten Mineralstoffbedarf© iStock/fotostorm
 

Bedarf kennen – Magnesiummangel vermeiden

Der Magnesiumbedarf unterscheidet sich je nach körperlichem Zustand und Lebensgewohnheiten. Bei einer starken Erkältung oder Grippe verbraucht der Körper seine Vorräte beispielsweise schneller und das Risiko eines Magnesiummangels steigt. Erhöhten Bedarf haben außerdem:

  • Schwangere
  • Stillende Frauen
  • Sportler
  • Menschen in Stresssituationen
  • Personen, die an chronischen Krankheiten leiden (Diabetes mellitus, Darmerkrankungen, Herzkrankheiten)
Ursachen
Themen
Das könnte Sie auch interessieren
Copyright 2018 praxisvita.de. All rights reserved.