Magnesiummangel: Warum er dem Körper schadet

Redaktion PraxisVITA

Etwa 15 Prozent der Deutschen leiden an Magnesiummangel, wie mehrere Studien belegen. Der lebenswichtige Mineralstoff spielt bei vielen Stoffwechselprozessen eine große Rolle. Fehlt es dem Körper an Magnesium, zeigt sich das durch viele Symptome im ganzen Körper. Umgekehrt profitiert unsere Gesundheit davon, wenn die Magnesium-Depots in unserem Körper gefüllt sind. So kann Magnesium unter anderem bei einer Erkältung helfen.

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Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung
 

Ab wann besteht ein Magnesiummangel?

Unter Magnesiummangel (Hypomagnesiämie) verstehen Mediziner die zu geringe Konzentration von Magnesium im Blut. Deckt die Ernährung den Magnesiumbedarf nicht ab, greift der Körper auf Depots in Knochen und Muskeln zurück. Erst wenn diese Speicher verbraucht sind, zeigt sich ein Magnesiummangel anhand der Blutwerte. Normalerweise sollten bei einem erwachsenen Menschen zwischen 0,7 und 1,0 mmol Magnesium pro Liter Blut vorhanden sein. Als Mangel gilt ein Gehalt von weniger als 0,65 mmol pro Liter Blut.

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Was ist Magnesium?

Bei Magnesium handelt es sich um einen lebenswichtigen Mineralstoff. Wie sein Gegenspieler Kalzium zählt er zu den Elektrolyten – zusammen regulieren beide die Erregbarkeit von Muskel- und Nervenzellen und steuern den gesamten Muskelapparat des Körpers. Magnesium ist außerdem am Energiestoffwechsel und an der Immunabwehr beteiligt.

Während Kalzium für die Muskelanspannung sorgt, braucht der Muskel zur Entspannung Magnesium. Etwa 26 Gramm des Mineralstoffs befinden sich im Körper eines erwachsenen Menschen. Ein Großteil davon (etwa 60 Prozent) lagern in den Knochen. 39 Prozent sind in der Skelettmuskulatur lokalisiert und ein Prozent im Blut.

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Welche Aufgaben hat Magnesium im Körper?

Der lebensnotwendige Mineralstoff ist an vielen wichtigen Stoffwechselvorgängen beteiligt: Mehr als 300 Enzyme sind auf Magnesium angewiesen, um ihre Funktionen zu erfüllen.

Magnesium…

  • reguliert die An- und Entspannung der Muskeln
  • stabilisiert das Herz-Kreislaufsystem: Es sorgt dafür, dass Blutgefäße sich weiten können, damit der Blutdruck nicht zu sehr ansteigt. Zusammen mit dem Gegenspieler Kalzium reguliert Magnesium die Funktion des Herzmuskels (Anspannung und Entspannung)
  • fördert die Darmbewegung (Peristaltik)
  • stärkt das Immunsystem
  • sorgt gemeinsam mit Kalzium für feste Knochen und Zähne.
  • spielt eine wichtige Rolle bei der Reparatur und Bildung der Erbsubstanz
  • dämpft die Ausschüttung von Stresshormonen

Herrscht im Körper Magnesiummangel, können gesundheitliche Beeinträchtigungen wie Herzrhythmusstörungen, Erschöpfung, Zittern und innere Unruhe entstehen.

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Magnesiumbedarf – wie viel pro Tag?

Da der menschliche Körper Magnesium nicht selbst herstellen kann, sollten Sie auf eine ausreichende Zufuhr durch die Ernährung achten: Ein erwachsener Mensch sollte zwischen 300 und 400 Milligramm Magnesium am Tag zu sich nehmen. Der Bedarf ist abhängig von Gesundheitszustand, Alter und der körperlichen Aktivität. Allerdings nimmt der Körper nicht dieselbe Menge des Mineralstoffs auf, die dem Körper zugeführt wurde, sondern nur etwa ein Drittel davon. Der Rest wird mit Stuhl und Urin ausgeschieden.

 

Bedarf kennen – Magnesiummangel vermeiden

Der Magnesiumbedarf unterscheidet sich je nach körperlichem Zustand und Lebensgewohnheiten. Bei einer starken Erkältung oder Grippe verbraucht der Körper seine Vorräte beispielsweise schneller und das Risiko eines Magnesiummangels steigt. Erhöhten Bedarf haben außerdem:

  • Schwangere
  • Stillende Frauen
  • Sportler
  • Menschen in Stresssituationen
  • Personen, die an chronischen Krankheiten leiden (Diabetes mellitus, Darmerkrankungen, Herzkrankheiten)
 

Hilft Magnesium bei einer Erkältung?

Während einer Erkältung ist der tägliche Bedarf an Magnesium erhöht. Zudem hat sich der Mineralstoff auch als Hausmittel gegen Erkältungen und grippale Infekte bewährt. Zur Linderung der Symptome hilft es, Magnesiumcitratpulver in eine Tasse Wasser gemischt zu trinken. Das Mineral unterstützt die Abwehrkräfte und beugt Kopfschmerzen vor. Wie viel Magnesium bei einer Erkältung eingenommen werden sollte, kann Ihnen Ihr Arzt sagen.

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