Magnesiummangel ist weit verbreitet

Viele Deutsche nehmen zu wenig Magnesium zu sich. Doch Vorsicht: Ein Magnesiummangel kann leicht Probleme wie Kopfschmerzen, Herzrasen oder Müdigkeit auslösen. Eine Nährstoff-Kur hilft.

Über 40 Prozent der Deutschen nehmen über ihre tägliche Ernährung nicht genug Magnesium zu sich. Und etwa 15 Prozent der Deutschen haben bereits einen echten Magnesiummangel. Gründe für eine Mineralstoff-Unterversorgung gibt es viele. So kann eine einseitige Ernährung, bei der Fast Food, Fertiggerichte und Weißmehlprodukte im Vordergrund stehen, auf Dauer zu einem Mineralstoff-Defizit führen.

 

Stress führt zu Magnesiummangel

Unsere hektische Lebensweise, Stress und psychische Belastungen erhöhen zudem den Magnesiumbedarf. Das trifft auch auf Menschen, die gerne viel Sport treiben, auf Schwangere und stillende Mütter zu. Auch bestimmte Medikamente, zum Beispiel wassertreibende Diuretika gegen Bluthochdruck und Mittel gegen Sodbrennen (sogenannte Protonenpumpenhemmer), können die Magnesium-Bilanz empfindlich aus der Balance bringen.

 

Chronische Krankheiten verursachen Magnesiummangel

Zudem fördern chronische Erkrankungen, hier vor allem Diabetes, den Magnesiumverlust im Körper. Diabetiker scheiden den natürlichen Mineralstoff vermehrt über ihren Urin wieder aus. Auch die Vermeidung kalorienreicher Lebensmittel mit einem hohen Magnesiumgehalt (z. B. Nüsse) und eine gestörte Magen-Darm-Funktion können zu einem spürbaren Mangel beitragen.

In Apfelschalen steckt Magnesium
Täglich 100 g Magnesium beugen Magnesiummangel vor und senken das Diabetes-Risiko um 15 Prozent! Der Mineralstoff steckt zum Beispiel in Apfelschalen© Fotolia
 

Symptome werden oft verwechselt

Aufgrund der umfangreichen Funktionen, die Magnesium in unserem Körper ausübt, kann sich ein Magnesiummangel auf sehr unterschiedliche Weise bemerkbar machen. Deshalb werden die Warnzeichen allzu oft mit anderen Erkrankungen verwechselt.

Die meisten kennen den Zusammenhang zwischen nächtlichen Muskelkrämpfen in den Waden und Magnesiummangel. Aber wussten Sie, dass auch ein häufiges, unkontrollierbares Lidzucken oder Verspannungen im Nacken-, Schulter- und Rückenbereich ein Hinweis sein können, dass die Magnesium-Depots aufgefüllt werden sollten?

Menschen, die häufig über Kopfschmerzen oder plötzliches Herzrasen klagen, sollten ebenfalls daran denken, dass ein Magnesiummangel die Ursache sein kann. Und eine unerklärliche Reizbarkeit und Energielosigkeit, selbst ständig kalte Füße oder ein übermäßiges Schlafbedürfnis lassen sich oftmals einfach und unkompliziert durch eine mehrwöchige Magnesiumkur regulieren.

Eine Frau massiert ihren Nacken
Hinter Nacken- und Schulterverspannungen kann ein Magnesiummangel stecken© Fotolia
 

Magnesiummangel fördert Diabetes

Was viele nicht ahnen: Wer ständig unterversorgt ist, bei dem kann der Magnesiummangel die Entwicklung eines Typ-2-Diabetes fördern. Experten raten daher, Mangelsymptome wie Muskelkrämpfe, Verspannungen, Herzrasen oder Unruhe ernstzunehmen. Betroffene sollten aktiv werden und ihre Magnesiumbilanz verbessern. Leider klappt es selten, die leeren Mineralstoff-Depots einfach über eine Ernährungsumstellung wieder aufzufüllen. In diesem Fall hilft eine Kur, bei der der Mineralstoff über den Tag verteilt in mehreren Portionen eingenommen wird. Doch dreimal täglich eine Tablette einzunehmen ist manchen zu umständlich. Alternativ bietet sich ein sogenanntes retardiertes Langzeit-Magnesium (rezeptfrei in der Apotheke) an, das den Körper den ganzen Tag über optimal mit dem Mineralstoff versorgt. Nach mehreren Wochen ist die Magnesiumbilanz wieder ausgeglichen – und die Beschwerden sind vergessen.

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