Magnesiummangel: Die Ursachen sind vielfältig

Redaktion PraxisVITA

Ein Magnesiummangel kann verschiedenste Ursachen haben. Um das Mineralstoffdefizit zu behandeln, ist es wichtig, den Auslöser zu kennen.

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Ein Magnesiummangel ist extrem weit verbreitet. Es gibt Schätzungen, die von einem Anteil in der Bevölkerung von bis zu 20 Prozent ausgehen. Das ist nicht verwunderlich, denn ein Magnesiummangel kann schnell entstehen – die häufigsten Ursachen im Überblick.

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Magnesiummangel kann viele Ursachen haben

Eine zu geringe Aufnahme über die Nahrung, eine gestörte Magnesiumresorption durch Krankheiten oder ein erhöhter Bedarf wegen Stress oder intensiven Sports – ein Magnesiummangel kann verschiedenste Ursachen haben. Die Risikofaktoren im Überblick:

  • Alkoholismus: Bereits ab einem Wert von 0,5 Promille im Blut verliert der Körper Magnesium. Grund dafür ist die entwässernde Wirkung von Alkohol.
  • Alter: Appetitlosigkeit und eine damit verbundene zu geringe Mineralstoffaufnahme sind eine häufige Ursache für Magnesiummangel bei älteren Menschen.
  • Diabetes: Typ-2-Diabetiker leiden häufig an Magnesiummangel, da als Folge des erhöhten Blutzuckerspiegels vermehrt Urin und damit auch Magnesium ausgeschieden wird.
  • Krebs: Appetitlosigkeit und durch eine Chemotherapie verursachtes Erbrechen können Magnesiummangel verursachen.
  • Erbrechen: Durch das Erbrechen verliert der Körper Elektrolyte – unter anderem Magnesium.
  • Magen-Darm-Erkrankungen: Dazu gehören das Reizdarmsyndrom und chronisch entzündliche Darmerkrankungen. Ursachen für den Magnesiummangel sind ein hoher Flüssigkeitsverlust bei Durchfall und eine eingeschränkte Magnesiumresorption über die Darmschleimhaut.
  • Diäten und Fastenkuren: In diesem Fall ist die Ursache für den Magnesiummangel eine zu geringe Aufnahme des Mineralstoffs.
  • Schilddrüsenüberfunktion: Der Körper scheidet vermehrt Magnesium über den Urin aus.
  • Schwangerschaft und Stillzeit: Die Mutter muss nicht nur für den eigenen, sondern auch für den Magnesiumhaushalt des Kindes sorgen. Das Risiko für einen Mangel ist bei schwangeren und stillenden Frauen deshalb erhöht.
  • Sport: Mit jedem Liter Schweiß verliert der Körper 36 Milligramm Magnesium. Auch die größere Muskelmasse und höhere Beanspruchung der Muskeln bei Sportlern ist eine mögliche Ursache für Magnesiummangel.
  • Medikamente: Magensäureblocker können einen Magnesiummangel verursachen. Die Ursachen dafür sind noch nicht geklärt, vermutet wird jedoch eine Störung des Transports von Magnesium im Darm. Auch Diuretika (wassertreibende Mittel) fördern die Ausscheidung von Magnesium und können Ursache eines Mangels sein.
  • Stress: Körperlicher und seelischer Stress kann einen Magnesiummangel verursachen. In stressigen Situationen schüttet der Körper vermehrt Adrenalin aus, was unter anderem für erhöhten Blutdruck sorgt. Zugleich wird mehr Magnesium ausgeschüttet – das Risiko eines Mangels steigt.

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Ursachen für Magnesiummangel führen erst spät zu Symptomen

In den meisten Fällen führen die Ursachen für Magnesiummangel erst nach einigen Jahren zu Symptomen – Menschen, die einen erhöhten Bedarf haben, sollten daher verstärkt auf eine ausreichende Magnesiumzufuhr achten, um einem Mangel vorzubeugen.

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