Magersucht-Ursachen liegen in der Psyche

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Hinter einer Magersucht stecken fast immer mehrere Auslöser. Viele Menschen sehen falsche Schönheitsideale als eine der häufigsten Magersucht-Ursachen. Praxisvita erklärt verschiedene Auslöser und welche Behandlung hilft.

 

Magersucht-Ursachen: Ein Zusammenspiel psychischer Faktoren

In den meisten Fällen kommt die Magersucht durch verschiedene psychische Faktoren zustande. Viele Magersüchtige sind tendenziell sehr pflichtbewusste, ehrgeizige und perfektionistische Menschen, die oft in ihrer Kindheit durch gute sportliche oder schulische Leistungen aufgefallen sind. Kommt es nun zu Belastungen in der Familie, der Partnerschaft und/oder der Schule, hat der Betroffene das Bedürfnis, die Situation zu kontrollieren – und ist dies nicht möglich, überträgt er das Kontrollbedürfnis auf seinen eigenen Körper. Ebenso können traumatisierende Ereignisse (zum Beispiel sexueller Missbrauch) und Schuldgefühle Magersucht-Ursachen sein und dazu führen, dass die Betroffenen sich das Essen verbieten.

Bei der Entwicklung der Anorexie spielen auch soziokulturelle Ursachen eine wichtige Rolle – vor allem ein in den Medien vorgelebter „Schlankheitswahn“ durch untergewichtige Models, Schauspielerinnen und andere Personen des öffentlichen Lebens. Nicht nur übergewichtige Kinder werden in der Schule häufig gehänselt, auch normalgewichtige stellen sich und ihre Figur schnell infrage, wenn sie sich mit prominenten Vorbildern vergleichen.

Eltern streiten
Eine der möglichen Magersucht-Ursachen ist ein zerrüttetes Familienleben© Fotolia
 

Hohes Risiko bei Sportlern

Bestimmte Gruppen von Sportlern (beispielsweise Tänzerinnen, Jockeys) haben ein erhöhtes Risiko für Magersucht, da sie häufig bereits durch den Sport unter dem Druck stehen, ein niedriges Gewicht zu halten.

Inzwischen ist bekannt, dass auch erbliche Faktoren zu den Magersucht-Ursachen zählen. Magersüchtige haben häufiger einen Elternteil, der selbst an einer Essstörung (Anorexie, Bulimie oder Binge Eating) oder einer anderen Sucht (zum Beispiel Alkoholismus) erkrankt ist.

 

Magersucht kann früh anfangen

Grundsätzlich sind die Magersucht-Ursachen bei jedem Betroffenen etwas anders gelagert, wobei meist verschiedene Probleme zusammentreffen. Einige Verläufe sind dabei sehr typisch; zum Beispiel haben manche Mädchen Probleme damit, wenn sich in der Pubertät die ersten „weiblichen Rundungen“ abzeichnen. Durch Hungern und exzessiven Sport schaffen sie es, diesen Prozess teilweise zu unterdrücken. Es gibt jedoch auch atypische Fälle, in denen die Betroffenen durch bestimmte Auslöser bereits im Kindesalter (ab etwa acht Jahren) oder erst als Erwachsene magersüchtig werden.

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