Magenkrebs: 7-Tage-Therapie gegen verantwortlichen Keim

Atemtest verrät Infektion mit Helicobacter
Ein Atemtest beim Arzt zeigt Ihnen an, ob Sie mit dem Helicobacter-pylori-Keim infiziert sind © shutterstock

Selbst die Experten staunen: Der Magenkeim Helicobacter pylori gilt aufgrund neuer Untersuchungen als Hauptverursacher von Magenkrebs. Praxisvita erklärt, wieso der Keim so ein großer Risikofaktor ist und welche Behandlung hilft.

Neue Untersuchungen zeigen: Das Bakterium Helicobacter pylori ist in neun von zehn Fällen für Magenkrebs verantwortlich. Inzwischen wird der Keim als Risikofaktor genauso hoch eingestuft wie das Rauchen bei Lungenkrebs.

 

Ein einfacher Atemtest verrät, ob Sie mit Helicobacter-pylori infiziert sind

33 Millionen Deutsche (jeder Zweite über 50) tragen den Keim in sich. Die meisten ahnen nichts davon. Bei Beschwerden wie Völlegefühl, Verdauungsstörungen, Sodbrennen oder Magenschmerzen sollte sich aber jeder beim Arzt testen lassen, ob er infiziert ist. Das geht ganz einfach und schmerzlos mit Hilfe eines Atemtests. Ist das Ergebnis positiv (sprich: die Bakterien werden nachgewiesen), sollten Sie nach Empfehlungen der Gastro-Enterologen (Magen-Darmspezialisten) unbedingt vorsorgen. Denn der Magenkeim ist nicht nur für eine bösartige Veränderung im Magen-Darmbereich wie Magenkrebs verantwortlich. Auf sein Konto gehen auch 87 Prozent der Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre, wie eine Studie der Uni Bochum belegt.

Frau hält eine Kapsel in der Hand
Durch eine Kombibehandlung kann das Bakterium Helicobacter pylori effektiv bekämpft und so das Risiko für Magenkrebs vermindert werden© Fotolia
 

Eine Kombi-Therapie setzt den Helicobacter pylori schachmatt

Mit einer neuen 7-Tage-Therapie werden Sie den ungebetenen und gefährlichen Gast wieder los. Die Behandlung besteht aus einem Magensäurehemmer und zwei verschiedenen Antibiotika – damit Magenkrebs sich gar nicht erst entwickeln kann.

 

So wirkt die Kombi-Behandlung und beugt Magenkrebs vor

Der Säurehemmer schwächt den Magenkeim und sorgt so dafür, dass die Antibiotika eine gute Angriffsfläche haben. Danach werden zielgerichtet die anderen Medikamente eingesetzt. Studien zeigen: Bei rund 90 Prozent aller Patienten ist der Helicobacter pylori nach solch einer Behandlung nicht mehr nachweisbar. Dieses Verfahren beugt einem Magenkrebs wirksam vor. Man kann es im Grund mit einer Impfung vergleichen.

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