Der Mäusedorn stärkt die Venen

Die Wurzel des Mäusedorns ist ein altes Heilmittel. Ihre Wirkung bei Herzinsuffizienz, Venenleiden, Juckreiz oder Wadenkrämpfen ist wissenschaftlich erwiesen.

Ein Ast der Mäusedorns
Die Beeren des Mäusedorns sind giftig und sollten darum nicht in der Reichweite von kleinen Kindern gelagert werden© Fotolia
 

Mäusedorn: Anwendung und Heilwirkung

Definition Mäusedorn

Bezeichnung: Ruscus aculeatus Familie: Asparacageae Gattung: Ruscus Art: Stechender Mäusedorn

Aus den getrockneten unterirdischen Bestandteilen (Wurzelstock) des Mäusedorns werden Fertigpräparate hergestellt. Der Pflanze wird eine kapillarabdichtende, entzündungshemmende, entwässernde und den Venentonus erhöhende Wirkung nachgesagt.

Anwendungsgebiete sind laut Kommission E (BGA/BfArM) die unterstützende Behandlung von Beschwerden bei chronisch venöser Insuffizienz wie Schweregefühle und Schmerzen in den Beinen, Juckreiz, Schwellungen, nächtliche Wadenkrämpfe sowie die unterstützende Behandlung von Beschwerden bei Hämorrhoiden wie Brennen und Juckreiz.

 

Im Mäusedorn enthaltene Wirkstoffe

Triterpene, Steroid-Saponine (Ruscin, Ruscosid), wenig ätherisches Öl

 

Verbreitung

Die Heimat des stechenden Mäusedorns ist der Mittelmeerraum und Vorderasien.

 

Botanik

Der Mäusedorn ist oft Teil von weihnachtlichen Gestecken
Der Mäusedorn ist oft Teil von weihnachtlichen Gestecken© Fotolia

Beim stechenden Mäusedorn handelt es sich um einen 20 bis 80 Zentimeter langen, immergrünen Halbstrauch. Er weist flächig verbreiterte Kurztriebe auf, die wie Blätter aussehen. Sie sind länglich, starr und zweizeilig angeordnet. Die eigentlichen Blätter sind von brauner Farbe, dreieckig bis lanzettlich, klein und schuppenartig. Die Früchte und Blüten stehen einzeln auf den Kurztrieben. Der stechende Mäusedorn blüht von März bis Mai. Die Farbe der Blüten ist grün-weiß.

 

Andere Namen für Mäusedorn

Stacheliger Müsedorn, Dornmyrte

Wissenswertes über Mäusedorn

Schon der römische Naturforscher Plinius der Ältere kannte den stechenden Mäusedorn als Nahrungsmittel. Im Tessin wurden die Triebe noch in der Neuzeit gegessen. Ebenfalls in der Antike wurde die Pflanze auch schon zu Heilzwecken verwendet.

Aufgrund seiner optischen Wirkung wurde der stechende Mäusedorn in Deutschland früher gerne im Winter bei Gestecken verwendet. In Südtirol benutzte man ihn als Grabeinfassung.

Das Institut für Geschichte der Medizin der Universität Würzburg hat 2002 den stechenden Mäusedorn als Arzneipflanze des Jahres ausgewählt.

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