Mädesüß - natürliche Hilfe bei Erkältungen

Die Mädesüß-Blüten oder das Kraut der Pflanze werden eingesetzt, um Erkältungen zu lindern. In der Homöopathie wird die Pflanze bei Rheuma und Gicht angewandt.

Das Mädesüß. Aus seinen Blütenknospen wurde früher Salicylsäure gewonnen. Das heute in abgewandelter Form als Acetylsalicylsäure verkauft wird.
Das Mädesüß. Aus seinen Blütenknospen wurde früher Salicylsäure gewonnen. Das heute in abgewandelter Form als Acetylsalicylsäure verkauft wird. © Fotolia
 

Mädesüß: Anwendung und Heilwirkung

Definition Mädesüß

Bezeichnung: Filipendula ulmaria Familie: Rosengewächse (Rosaceae) Gattung: Mädesüß (Filipendula)

Medizinische Verwendung finden die Mädesüß-Blüten und das Kraut der Pflanze. Die Verarbeitung erfolgt als Pulver oder Trockenextrakt. Sie werden unterstützend zur Behandlung von Erkältungen angewandt und wirken schweiß- und harntreibend.  Die Anwendung erfolgt oft als Fertigarzneimittel.

Die Kommission E (BGA/BfArM) verweist darauf, dass die Blüten Salicylate enthalten. Bei einer entsprechenden Überempfindlichkeit sollten sie deshalb nicht angewandt werden. In Volksmedizin und Homöopathie wird die Pflanze zudem bei Rheuma und Gicht angewandt.

 

Im Mädesüß enthaltene Wirkstoffe

Ätherisches Öl, Flavonoide, Gerbstoffe, Salicylate

 

Botanik

Die Blüten und die jungen Blätter des Mädesüß werden zu Tee verarbeitet, dem eine harntreibende, entzündungshemmende sowie antirheumatische Wirkung nachgesagt wird
Die Blüten und die jungen Blätter des Mädesüß werden zu Tee verarbeitet, dem eine harntreibende, entzündungshemmende sowie antirheumatische Wirkung nachgesagt wird© Fotolia

Das Mädesüß ist eine ausdauernde Staude mit kräftigem Wurzelstock. Die Blätter sind unterbrochen gefiedert, an der Unterseite grün oder auch grau- bis weißfilzig. Der Stängel der Pflanze ist rötlich und kann eine Höhe von bis zu 1 Meter erreichen. Das Mädesüß blüht von Juni bis August und hat kleine, weiße Blüten, die 5 Kelch- und ebenso viele Kronblätter haben.

 

Verbreitung

Das natürliche Verbreitungsgebiet des Mädesüß erstreckt sich über die gemäßigten Breiten Europas und Asiens. Bevorzugt wächst es an Waldrändern und auf feuchten Wiesen.

 

Andere Namen für das Mädesüß

Wiesenkönigin

Wissenswertes über Mädesüß

Ihr Gattungsname ist eine Zusammensetzung aus den lateinischen Worten „filum“ für Faden und „pendulus“ für hängend. Die Artbezeichnung „ulmarius“ bedeutet ulmenartig. Der deutsche Name rührt wohl von dem altdeutschen Wort „mede“ für Wiese her, da die Pflanze auf diesen besonders oft zu finden ist. Das „süß“ spielt wohl auf den süßlichen Geruch des Mädesüß an.

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