Mädchen hat lebensgefährliche Schulallergie

Redaktion PraxisVITA
Klassenzimmer
Tiffineys Platz in der Klasse bleibt zurzeit frei – denn sie reagiert allergisch auf ihre Schule © Fotolia

Ein 13-jähriges Mädchen aus England darf zurzeit nicht zur Schule gehen. Der Grund: Betritt sie den Klassenraum, droht ihr ein lebensgefährlicher allergischer Schock. Lesen Sie hier alles über die ominöse Schulallergie.

 

Schulallergie: Allergische Schocks im Gebäude

Der Fall eines 13-jährigen Mädchens aus England gibt Medizinern zurzeit Rätsel auf: Tiffiney Blake aus der englischen Hafenstadt Grimsby erlitt wiederholt lebensbedrohliche allergische Schocks, nachdem sie ihren Klassenraum betrat. Da bisher niemand herausfinden konnte, was der Grund dafür ist, haben ihre Ärzte ihr jetzt Zwangsferien verordnet – Tiffiney darf erst wieder zur Schule gehen, wenn fest steht, was die lebensgefährlichen Zustände bei ihr auslöst. Diagnose Schulallergie?

Die Schülerin reagierte zuvor nur auf Erdnüsse allergisch – sonst waren keine Allergien bekannt. Drei Jahre besuchte sie ihre Schule und hatte nie Probleme. Das änderte sich am 28. September. „Ich hatte mich angemeldet und war auf dem Weg zur ersten Stunde, als es anfing zu jucken und ich zu schwitzen begann. Ich erzählte es meiner Freundin und sie erzählte es dem Lehrer.“ Ihre Mutter wurde verständigt und brachte Tiffiney sofort zum Arzt. Dieser verabreichte der Patientin sofort Adrenalin und ihre Symptome besserten sich.

Erdnuss
Die Schülerin reagierte zuvor nur auf Erdnüsse allergisch – sonst waren keine Allergien bekannt© istock

Als Tiffiney am nächsten Tag wieder das Schulgebäude betrat, dauerte es 20 Minuten, bis die Symptome der Schulallergie wiederkehrten – diesmal heftiger. „Ich konnte nicht richtig atmen. Ich hatte wirklich Angst, ich sagte, 'Ich werde sterben. Bitte sag nicht, dass ich sterben werde.'“ Diesmal wurde Tiffiney im Krankenhaus behandelt. Als sie danach einen erneuten Versuch wagte, machte sie die gleiche Tortur noch einmal durch – obwohl ihre Ärzte die Medikamentendosierungen erhöht hatten.

 

Schulallergie: Für Tiffiney geht es um Leben und Tod

Jetzt hat die Schülerin die Anweisung bekommen, zu Hause zu bleiben, bis die Ursache der allergischen Schocks geklärt ist. Proben der Wandfarbe und von neuen Teppiche in der Schule werden auf Allergene getestet. Tiffineys Mutter Josie berichtet: „Die Leute denken, das ist ein Witz. Alle Kinder müssen denken, es ist großartig, eine Schulallergie zu haben. Aber für Tiffiney geht es um Leben und Tod.

Und die Teenagerin kann die zusätzlichen Ferien noch nicht einmal genießen, denn sie wäre lieber in der Schule: „Es ist langweilig ohne Hausaufgaben. Es ist wirklich langweilig zu Hause. Ich muss etwas arbeiten. Ich brauche die Schule. Sie ist wie mein zu Hause und ich mag sie, weil sie Spaß macht.“

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