Macht Schokolade intelligenter?

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Schokolade macht nicht nur glücklich, sondern auch gesund – das ist das Ergebnis einer neuen Studie © Fotolia

Schokolade – sie hilft nicht nur, wenn es der Seele schlecht geht. Eine aktuelle Langzeit-Studie belegt, dass sie sogar Hirnleistungen fördert.

Seit frühester Zeit, seitdem Menschen Schokolade kennen, wissen sie um ihren positiven Effekt. Nicht nur, dass sie eine Serotoninausschüttung bewirkt und glücklich macht, sie kann auch Fieber senken, Durchfall bei Kindern kurieren, „Frauenleiden“ lindern und die Milchproduktion stillender Mütter steigern. Aber Schokolade kann noch mehr! Mehrere Studien haben bereits den positiven Effekt der Schokolade auf den Blutkreislauf beschrieben. Schokolade verbessert die Insulin-Resistenz, den Blutdruck, weitet die Gefäße und steigert den Blutfluss im Gehirn.

In dieser sogenannten Maine-Syracus Langzeitstudie haben Forscher untersucht, ob sich Schokolade auf kognitive Leistungen, wie Merk- und Verarbeitungsprozesse auswirkt.

Das Ergebnis haben sie jetzt im Journal Appetite veröffentlicht.

 

Schokoladeliebhaber sind schlauer

In der Maine-Syracus Langzeitstudie wurden seit den 1970er Jahren insgesamt 968 Menschen im Alter von 23 und 98 Jahren untersucht, die nicht unter Demenz oder ähnlich schwerwiegenden Krankheiten litten. Die Probanden mussten Fragen ihrer Ernährungsgewohnheiten ausfüllen und angeben, wie oft sie Schokolade naschten. Die Optionen waren nie, selten, einmal pro Woche, zwei- bis viermal in der Woche, fünf- bis sechsmal pro Woche oder täglich. Verglichen zu jenen, die nie oder sehr selten naschten, hatten diejenigen, die mindestens einmal pro Woche zur Schokolade griffen, höhere Cholesterin-Werte, weniger Bluthochdruck und eine höhere Gesamtenergiezufuhr. Insgesamt aßen sie außerdem mehr Fleisch, Gemüse und Milchprodukte. All jene, die zumindest einmal pro Woche Schokolade genossen, schnitten bei den kognitiven Leistungstests besser ab. Die Forscher konnten zeigen, dass Schokolade mit einem besseren visuell-räumlichen Gedächtnis, dem Arbeitsgedächtnis und dem Abstraktionsvermögen verknüpft war.

 

Flavonoide verbessern Hirnleistung

Sicher ist, dass Schokolade und Kakaobohnen Substanzen (Flavonoide) enthalten, die dem Zellschutz dienen. Diese Pflanzenstoffe sind unter anderem in Tee, Äpfeln und Weintrauben enthalten und kommen – hochkonzentriert – in ungesüßtem Kakaopulver vor. Wissenschaftler mutmaßen, dass Flavonoide für eine bessere Hirnleistung verantwortlich sein.

 

Was für Sie jetzt wichtig ist?

Greifen Sie gerne hin und wieder zur Schokolade. Aber dann eher zur dunklen Variante, denn die hat auf 100 Gramm mehr Flavonoide und weniger Zucker, als die Variante mit Milch. Das hält fit und schont Ihre Figur.  

Hamburg, 20. April 2016

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