Macht Rindfleisch die Welt krank?

Die Produktion von Rindfleisch belastet nicht nur die Umwelt – das Fleisch selbst erhöht das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden oder an Krebs zu erkranken
Die Produktion von Rindfleisch belastet nicht nur die Umwelt – das Fleisch selbst erhöht das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden oder an Krebs zu erkranken © Fotolia

Eine aktuelle Untersuchung US-amerikanischer Forscher zeigt: Die Produktion von Rindfleisch macht die Welt krank. Für kaum ein Lebensmittel werden so viele wertvolle Ressourcen verschwendet und kein anderes Lebensmittel belastet so sehr die Umwelt – tatsächlich leidet unter der Herstellung von Rindfleisch jedes andere Lebewesen dieser Erde. Dabei ist das Fleisch noch nicht mal gesund. Mediziner warnen in Studien eindringlich vor den gesteigerten Risiken für Krebs und Herzinfarkte, die durch den Konsum des roten Beefs entstehen.

Forscher des Bard College in Annandale-on-Hudson in New York haben zusammen mit israelischen Medizinern die Herstellung von Rindfleisch genauer unter die Lupe genommen. Dabei zeigte sich recht schnell, dass die Produktion von Rindfleisch die Welt ebenso krank macht wie den Menschen – direkt und indirekt. Veröffentlicht wurde die Studie kürzlich in dem renommierten Fachjournal Archives of Internal Medicine.

Demnach belastet die Produktion von Rindfleisch die Umwelt im Allgemeinen zehn Mal mehr, als die Herstellung von anderem Fleisch aus der Nutztierhaltung. Die präsentierten Zahlen über die ökonomischen, ökologischen und gesundheitlichen Belastungen des auch in Deutschland in großen Mengen – weit über eine Millionen Tonnen pro Jahr – verzehrten Rindfleisches, überraschten selbst die Forscher.   

 

Das Rindfleisch vernichten

Studienautor Professor Gidon Eshel geht sogar so weit, zu fordern, dass „es das beste für die Umwelt und die Menschen wäre, wenn Rindfleisch nach Möglichkeit auf der ganzen Welt beseitigt und durch andere Nahrungsmittel ersetzt werden würde.“

Die Rindfleischindustrie, die zum Beispiel immer wieder wegen ihrer progressiven Massentierhaltung in der Kritik steht, ist verantwortlich für rund ein Fünftel der weltweiten Treibhausgas-Emissionen – vor allem Co2 – und verursacht indirekt über Düngemittel die Verunreinigung von Wasser. Im Vergleich zur Herstellung von Fleisch durch andere Masttierhaltungen benötigt die Rindfleischproduktion 28 Mal mehr Land, elf Mal mehr Wasser sowie sechs Mal mehr Dünger.

 

Rindfleisch ist ungesund

Neben den gesundheitlichen Belastungen durch die massive Produktion von Treibhausgasen und der Verschmutzung von Trinkwasser zeigen Studien zudem, dass der regelmäßige Verzehr von rotem Rindfleisch auch direkte gesundheitliche Folgen hat. So sprechen Mediziner von einer signifikanten Erhöhung des Risikos für Magen- und Darmkrebs sowie der gesteigerten Gefahr, einen Herzinfarkt zu erleiden.

Hamburg, 23. Juli 2014

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