Macht Cannabis klein?

Zwei Jugendliche rauchen Cannabis
Cannabis beeinflusst das Wachstum von Jugendlichen, zeigt eine aktuelle Studie © Fotolia

Cannabis wird schon lange mit psychischen Störungen und Hirnschädigungen in Verbindung gebracht – jetzt zeigt eine pakistanische Studie, dass es sich auch auf die körperliche Entwicklung von Jugendlichen auswirkt.

Wissenschaftler der Pir Mehr Ali Shah Agriculture University in Pakistan beobachteten 400 Jungen im Alter von 13 bis 15 über einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren. Das Ziel ihrer Studie: herauszufinden, ob der Konsum von Marihuana das Wachstum von Jugendlichen beeinträchtigt.

Die Hälfte der Probanden galt als cannabisabhängig, das heißt, sie rauchten es zwei- bis dreimal täglich. Die andere Hälfte konsumierte kein Cannabis.

 

Marihuana bremst das Wachstum

Nach Ablauf des Studienzeitraums verglichen die Forscher Größe und Gewicht der Probanden. Dabei fiel auf: Im Schnitt waren die Marihuana-Raucher 11,7 Zentimeter kleiner als ihre Altersgenossen und wogen vier Kilo weniger. Außerdem kamen sie früher in die Pubertät als andere – das hatte zur Folge, dass sie nach einem anfänglichen Wachstumsschub langsamer wuchsen als andere Jugendliche.

Mit gesellschaftlichen Unterschieden wie Unterernährung oder einem armen Elternhaus konnten die Wissenschaftler diese Auffälligkeiten nicht erklären. Doch sie fanden die Lösung des Rätsels in Blutproben der Studienteilnehmer: Im Blut der Cannabis-Konsumenten ermittelten sie niedrigere Werte von Wachstumshormonen und pubertätsbezogenen Hormonen als im Blut ihrer Altersgenossen.

 

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