Machen Nudelgerichte das Herz krank?

Redaktion PraxisVITA
Nudeln machen das Herz krank
Studien zeigen, dass auch die Verpackungsmaterialien von Fertiggerichten gesundheitsschädliche Stoffe enthalten können © Fotolia

Der Konsum von Instantnudeln führt zu einem erhöhten Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes. Das zeigen Forscher in einer aktuellen Harvard-Studie. Wer davon besonders betroffen ist und welche Faktoren die Risiken noch erhöhen, erfahren Sie bei Praxisvita.

In den vergangenen Jahren ist der Verbrauch von Fertiggerichten stark angestiegen – vor allem sogenannte Instantnudeln erfreuen sich großer Beliebtheit. Forscher der Harvard School of Public Health zeigen nun, dass mit der in Industrienationen üblich gewordenen Essgewohnheit – der schnellen Zubereitung von beispielsweise fertigen Nudelgerichten – gesundheitliche Risiken einhergehen.

 

Instantnudeln belasten das Herz

Demnach erkranken Menschen, die mindestens zweimal in der Woche Instantnudeln verspeisen, deutlich öfter an Herz-Kreislauf-Krankheiten, Diabetes und Schlaganfall. Nach Aussagen der Forscher waren Frauen überraschenderweise stärker von diesem Effekt betroffen als Männer. Veröffentlicht wurde der Bericht kürzlich in dem renommierten Fachmagazin Journal of Nutrition.

Eine weitere Gesundheitsgefahr, die von Fertiggerichten ausgeht, sind giftige Stoffe, die häufig in den Verpackungen nachgewiesen werden konnten – zum Beispiel Bisphenol A (BPA). Dieser Stoff stört die Ausschüttung von bestimmten Hormonen. Da das besonders auf Östrogen zutrifft, sind vor allem Frauen betroffen. Bisphenol A steht nach Aussagen des Bundesamtes für Risikobewertung (BfR) außerdem seit längerem in Verdacht Unfruchtbarkeit und Zahnschmelzstörungen auszulösen sowie Krebs zu verursachen.

 

Mehr auf die Verpackung achten

Vor diesem Hintergrund raten die Harvard-Forscher, den Konsum von Fertiggerichten zu verringern – vor allem müssten Verbraucher mehr für die von der Lebensmittelindustrie verwendeten Verpackungsmaterialien sensibilisiert werden.

Besonders hoch ist der Gehalt von Bisphenol A übrigens in Behältern aus Styropor, wie sie in Imbissen verwendet werden. Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass – vor allem durch warmes Essen – der giftige Stoff in die Lebensmittel übertragen wird, warnt die US-Arznei- und Lebensmittebehörde (FDA) ausdrücklich davor warme Speisen in Styropor zu verpacken.

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