Lungenkrebs: Die wichtigste Ursache ist Zigarettenrauch

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Dass Rauchen ungesund ist, wissen fast alle Menschen. Dennoch ist es den wenigsten bewusst, dass das Rauchen die mit großem Abstand wichtigste Lungenkrebs-Ursache ist.

 

Aktives Rauchen und Passivrauchen erhöhen das Lungenkrebs-Risiko

Zigaretten sind reich an verschiedenen krebsauslösenden Stoffen, die beim Inhalieren des Zigarettenrauchs direkt in die Lunge gelangen. Davon sind den meisten Menschen hauptsächlich der Schadstoff Nikotin und der in den Zigaretten enthaltene Teer bekannt. Es kommen unter den fast 5.000 Inhaltsstoffen des Zigarettenrauchs aber noch etwa 50 weitere krebserzeugende und etliche möglicherweise krebserregende Stoffe hinzu.

Rauchen Haupturache lungenkrebs
Die in der Zigarette enthaltenen Nitrosamine gelten als Hauptursache von Lungenkrebs© Fotolia

Experten schätzen, dass das Rauchen für ungefähr 85 Prozent aller Lungenkrebs-Erkrankungen die Ursache ist. Entscheidend für das Lungenkrebs-Risiko eines Menschen ist sowohl die Anzahl der täglich gerauchten Zigaretten, als auch die Anzahl der Jahre, in denen ein Mensch raucht. Im Durchschnitt haben Raucher ein 12- bis 22-fach erhöhtes Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken. Bei Menschen, die schon als Jugendliche geraucht haben, ist das Lungenkrebs-Risiko sogar bis zu 30-fach erhöht. Aber nicht nur das aktive Rauchen, sondern auch das Passivrauchen stellt ein erhebliches Risiko dar: Alleine in Deutschland sterben pro Jahr ungefähr 260 Menschen durch passives Rauchen an Lungenkrebs.

 

Schadstoffe und Umwelteinflüsse können die Lunge schädigen

Natürlich können neben dem Rauchen noch einige andere Schadstoffe und Umwelteinflüsse die Lunge schädigen oder empfänglicher für den Lungenkrebs machen. Diese gehören mit einem Anteil von ungefähr fünf Prozent aber zu den selteneren Lungenkrebs-Ursachen:

  • Arbeitsstoffe mit Asbest, Arsen-, Nickel- oder Chrom-Verbindungen
  • Stoffe, die sogenannte polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe enthalten, wie zum Beispiel Teer, Erdöl oder verschiedene Kraftstoffe
  • Strahlenbelastung durch das natürlich vorkommende radioaktive Edelgas Radon in geologisch belasteten Regionen Deutschlands
  • Ruß, Feinstaub und Abgase, insbesondere Dieselabgase (vor allem durch den hohen Gehalt an krebsauslösenden polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen)
 

Auch die Genetik spielt bei Lungenkrebs eine Rolle

Auch Menschen, in deren Familie bereits Lungenkrebs aufgetreten ist, oder Menschen, bei denen eine andere Erkrankung – zum Beispiel die Tuberkulose – Narbengewebe in der Lunge zurückgelassen hat, haben ein höheres Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken. Den Löwenanteil an den Lungenkrebs-Ursachen haben aber die verschiedensten chemischen Schadstoffe. Diese gelangen über die Atemluft in die Lunge, dringen in die Zellen der Lunge ein und verursachen Schäden an der Erbsubstanz. Die Erbsubstanz bildet die Steuerzentrale einer Zelle, in der festgelegt ist, welche Aufgaben und Fähigkeiten die Zelle hat, wann und wie oft sie sich teilt, und vieles mehr.  Durch den Angriff der Giftstoffe schleichen sich zunehmend Fehler in der Programmierung der Zellen ein, und die Eigenschaften und das Verhalten der Zellen verändern sich nach und nach. In manchen Fällen kann es passieren, dass eine einzelne Zelle durch die sich anhäufenden Fehler vollständig außer Kontrolle gerät und zu einer bösartigen, sich unkontrolliert teilenden Tumorzelle wird. Zwischen der anfänglichen Schädigung der Zellen und ihrer Entartung vergehen meistens viele Jahre, oft sogar mehrere Jahrzehnte.

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