Lungenkrankheit Mukoviszidose: Die besten Therapien

Arzt und Mukoviszidose-Betroffene müssen die Behandlung sorgfältig planen
Arzt und Mukoviszidose-Betroffene müssen die Behandlung sorgfältig planen. Für jede Phase der Stoffwechselerkrankung gibt es spezielle Medikamente © Fotolia

Mukoviszidose-Patienten leiden unter chronischer Verschleimung der Lunge. Auch andere Organe wie Leber oder Bauchspeicheldrüse sind betroffen und werden regelrecht verstopft. Neben Atemproblemen drohen deshalb Verdauungsstörungen und Untergewicht.

Ursache der in Deutschland häufigsten Stoffwechselerkrankung, die auch Zystische Fibrose genannt wird, ist ein angeborener Genfehler. Er führt zu Fehlfunktionen der Schleimdrüsen und zieht die Lungen besonders schwer in Mitleidenschaft. Wegen häufiger Infektionen büßen sie im Lauf der Jahre an Leistungskraft ein. Betroffene können aber dank modernster Therapien mit einer stetig höheren Lebenserwartung rechnen: Kinder, die heute mit der Erbkrankheit zur Welt kommen, haben die Chance, über 50 Jahre alt zu werden. Allerdings lassen sich die Ursachen von Mukoviszidose nicht behandeln, wohl aber ihre Symptome – durch Kombinationen folgender Mittel:

 

Medikamente

Wirkstoffe zum Einnehmen und Inhalieren lösen den Schleim und erleichtern das Abhusten. Da Mukoviszidose-Patienten besonders anfällig für Atemwegsinfekte sind, müssen sie häufig Antibiotika einnehmen. Weil auch ihre Bauchspeicheldrüse verschleimt, fehlen den Patienten oft Enzyme, die wichtig für die Verdauung sind. Diese kann man in Tablettenform einnehmen. Noch in Entwicklung sind neuartige Medikamente, die eine „Reparatur" des genetischen Defekts und damit vielleicht einmal eine vollständige Heilung ermöglichen.

 

Massage und Co.

Die Hand ist ein effektives Heilmittel: Sowohl Druck und Klopfen auf die Brust als auch Rütteln des Patienten fördern den Abfluss von Schleim. Fachleute sprechen dabei von „Drainage", die die Patienten nach Anleitung teilweise auch selbst durchführen können. Ebenfalls hilfreich sind Geräte zur Atemtherapie, die unter Anleitung des Arztes angewendet werden. Und: Spezielle gymnastische Übungen befreien die Atemwege von Schleim und fördern die Kondition.

 

Sauerstoff

Weil das Lungengewebe geschädigt wird, fällt es Patienten immer schwerer, selbstständig zu atmen. Viele benötigen ein Sauerstoffgerät. In fortgeschrittenen Fällen ist eine Organtransplantation möglich.

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