Lungenfibrose: Ursachen, Symptome und Behandlung

Julia Klinkusch Medizin- und Wissenschaftsjournalistin

Eine Lungenfibrose kann durch verschiedene Ursachen ausgelöst werden und die Symptome sind zu Anfang unspezifisch. Grundsätzlich vernarbt sich hierbei das Gewebe und gefährdet so die Sauerstoffversorgung des Körpers. Je nach Ursache erfolgt eine entsprechende Behandlung.

Eine Frau hält sich eine Atemmaske an den Mund und sitzt auf dem Sofa
Die Symptome einer Lungenfibrose sind anfangs oft unspezifisch Foto:  gettyimages_dragana991
Inhalt
  1. Was ist eine Lungenfibrose?
  2. Was sind die Ursachen einer Lungenfibrose?
  3. Was können Symptome einer Lungenfibrose sein?
  4. Ist Lungenfibrose heilbar und wie sieht die Behandlung aus?

Die Lungenfibrose kann verschiedene Ursachen haben. Die Symptome sind anfangs unspezifisch. Die Behandlung richtet sich auch nach den Ursachen. Grundsätzlich kommt es bei der Lungenfibrose zur Vernarbung des Gewebes, was die Sauerstoffversorgung des Körpers gefährdet.

 

Was ist eine Lungenfibrose?

Eine Lungenfibrose kann verschiedene Ursachen haben. Symptome sind anfangs kaum spürbar, das erschwert auch die Behandlung und die Diagnose der Krankheit. Denn sobald sich erste Anzeichen zeigen, kann die Lungenschädigung bereits starke Ausmaße angenommen haben. Die Krankheit beginnt mit einer chronischen Entzündung der Lungenbläschen. Dadurch kommt es zu einer verstärkten Bildung von Bindegewebe in der Lunge. Das Gewebe verhärtet sich und vernarbt schließlich.

Die Folge ist eine verschlechterte Dehnbarkeit der Lungenflügel, was das Atmen erschwert. Dadurch verringert sich auch die Sauerstoffaufnahme in den Körper. Das wirkt sich auf die Organe aus, die über das Blut schlechter mit Sauerstoff versorgt werden.

Frau atmet ruhig und konzentriert ein
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Was sind die Ursachen einer Lungenfibrose?

Je nach Ursache der Lungenfibrose zeigen sich entsprechende Symptome. Die richtige Diagnose ist auch wichtig, um die Behandlung darauf abstimmen zu können. Zu den möglichen Ursachen beziehungsweise Risikofaktoren gehören unter anderem:

  • Schadstoffe in der Atemluft (Staub, Gase oder Dämpfe)
  • chronische bakterielle oder virale Infektionen der Atemwege (zum Beispiel Sarkoidose)
  • Schäden durch Medikamente

In 50 Prozent aller Fälle lässt sich die Ursache der Lungenfibrose allerdings nicht herausfinden.

 

Was können Symptome einer Lungenfibrose sein?

Symptome entstehen bei der Lungenfibrose meist erst dann, wenn die Lunge bereits Schaden genommen hat. Eine Behandlung sollte daher möglichst schnell einsetzen. Zu den ersten Symptomen der Krankheit gehören trockener Reizhusten und Luftnot bei Belastung. Im späteren Stadium kommt es aufgrund des Sauerstoffmangels zu einer Blaufärbung von Fingern und Lippen kommen sowie zu gewölbten Fingernägeln, den sogenannten Uhrglasnägeln. Auffällig sind zudem gehäuft auftretende Infekte von Lunge und Atemwegen. Weitere Symptome der Lungenfibrose können sein:

  • Abgeschlagenheit und Müdigkeit
  • Muskel- und Gelenkschmerzen
  • fehlender Appetit und Gewichtsverlust
  • leichtes Fieber
  • Lungenhochdruck (im fortgeschrittenen Stadium)

Illustrierte Röntgenaufnahme einer Lunge
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Ist Lungenfibrose heilbar und wie sieht die Behandlung aus?

Auch bei rascher Behandlung ist eine Lungenfibrose – unabhängig von Ursachen und Symptomen – nicht heilbar. Ziel der Therapie ist es, das Fortschreiten der Lungenfibrose und die Vernarbung des Lungengewebes zu verlangsamen. Bereits vernarbtes Gewebe ist irreversibel zerstört. Um die Entzündungen aufzuhalten, werden oft Kortisonpräparate gegeben. Basiert die Lungenfibrose auf einer Autoimmunerkrankung, können Medikamente zum Einsatz kommen, die das Immunsystem unterdrücken (Immunsuppressiva).

Ein weiterer wichtiger Teil der Behandlung ist das Lindern der Symptome einer Lungenfibrose. Gegen die Luftnot kommt Sauerstoff zum Einsatz. Bronchienerweiternde Medikamente erleichtern das Atmen. Bei weit fortgeschrittener Erkrankung kommt als mögliche Behandlung die Lungentransplantation infrage – abhängig von Symptomen und Ursache der Lungenfibrose wird entschieden, ob einer oder beide Lungenflügel transplantiert werden sollen.

 

Quellen:

Kroegel, Claus und Ulrich Costabel (Hrsg.) (2013): Klinische Pneumologie: Das Referenzwerk für Klinik und Praxis, Stuttgart: Thieme Verlag.

Köhler, Dieter et al. (2014): Pneumologie: Ein Leitfaden für rationales Handeln in Klinik und Praxis, Stuttgart: Thieme Verlag.

Hausen, Thomas (2018): Pneumologie für die Praxis: Akute und chronische Atemwegserkrankungen mit Besonderheiten im fortschreitenden Alter, München: Elsevier Verlag.

Was ist eine Lungenfibrose?, in: lungenaerzte-im-netz.de

Lungenfibrose, in: lungeninformationsdienst.de

Transplantation bei Lungenfibrose, in: lungeninformationsdienst.de

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