Lungenentzündung (Pneumonie) – Verfahren zur Diagnose

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Wenn Sie oder einer Ihrer Angehörigen unter Fieber, Husten und oder anderen möglichen Symptomen einer Pneumonie leiden, ist eine Diagnose durch einen Arzt auf jeden Fall ratsam.

In einem Gespräch erkundigt er sich nach den genauen Symptomen und fragt, wann sie eingesetzt sind und wie sie sich entwickelt haben. Wichtig für die Diagnose ist auch, ob der Betroffene unter chronischen Krankheiten (z. B. Diabetes mellitus oder COPD) leidet und ob er Medikamente einnimmt, die sein Abwehrsystem schwächen.

 

Diagnose Pneumonie anhand einer körperlichen Untersuchung

Bei der körperlichen Untersuchung achtet der Arzt auf den Gesamteindruck seines Patienten, auf seine Atmung und kleine Anzeichen wie bebende Nasenflügel oder bläulich verfärbte Schleimhäute (Zyanose). Mit einem Stethoskop hört er die Geräusche von Herz und Lunge ab; bei einer Pneumonie sind diese in der Regel verändert. Eventuell klopft der Arzt auch mit den Fingern den Brustkorb an verschiedenen Stellen ab, denn auch der so entstehende Klopfschall kann krankhafte Abweichungen in der Lunge verraten.

Veränderung der Lunge erkennen
Auf einem Röntgenbild lassen sich bei einer Pneumonie Veränderungen der Lunge erkennen© Fotolia

Allein anhand des körperlichen Befunds kann der Arzt noch nicht sicher die Diagnose Pneumonie stellen, da einige andere Krankheiten (z. B. eine akute Bronchitis) ähnliche Symptome mit sich bringen können. Zudem muss er weitere Komplikationen wie einen Pleuraerguss oder einen Tumor ausschließen. Dazu dient eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs, meist von vorne und von der Seite. Wenn die Röntgenbilder nicht ganz klar sind, kann eine Computertomografie (CT) sinnvoll sein. Bei dieser Untersuchung fertigt eine sich drehende Röntgenröhre Schichtaufnahmen des Brustkorbs an, die einen genaueren Einblick in die Lunge bieten. Anhand dieser bildgebenden Verfahren kann der Arzt auch feststellen, welche Bereiche und Gewebetypen der Lunge entzündet sind – zum Beispiel ganze Lungenlappen (Lobärpneumonie), die Umgebung der Bronchien (Bronchopneumonie) oder das Bindegewebe zwischen den Lungenbläschen (interstitielle Pneumonie).

 

Blutuntersuchung für die Pneumonie-Diagnose hilfreich

Hilfreich für die genaue Diagnose der Pneumonie ist auch eine Blutuntersuchung. Dabei kann der Arzt bestimmte Entzündungszeichen feststellen; meist ist die Anzahl der weißen Blutkörperchen erhöht (Leukozytose), bei einer akuten Lungenentzündung sind auch andere Entzündungswerte auffällig. Die Blutuntersuchung kann außerdem dazu dienen, den Erreger der Lungenentzündung herauszufinden. Dies ist besonders wichtig bei Patienten im Krankenhaus. Auch ein Erregernachweis im Auswurf (Sputum) oder durch die Flüssigkeit aus einer Bronchienspülung (Bronchiallavage) ist möglich. So kann die Therapie genau auf den jeweiligen Keim abgestimmt werden.

 

Weitere Verfahren können die Diagnose Lungenentzündung ergänzen

In manchen Fällen können weitere Verfahren die Diagnose ergänzen, zum Beispiel eine Ultraschalluntersuchung bei Verdacht auf einen Pleuraerguss oder eine Spiegelung der Bronchien (Bronchioskopie) bei einem Lungenabszess.

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