Lungenembolie vorbeugen: So verringern Sie ihr Risiko

Redaktion PraxisVITA
Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung
  7. 7. Das sagt der Experte

Da die häufigste Ursache für den Verschluss der Lungenarterien die Tiefe Becken- und Beinvenenthrombose ist, lässt sich am besten einer Lungenembolie vorbeugen, indem man das Risiko für eine Thrombose verringert.

 

Lungenembolie vorbeugen: Risiko für eine Thrombose verringern

  • Reduzieren Sie das Rauchen oder stellen es am besten ganz ein
  • Vermeiden Sie Übergewicht oder versuchen Sie ihr Gewicht zu reduzieren
  • Vermeiden Sie lange Perioden ohne Bewegung

TIPPS:

  • Legen sie bei längeren Autofahrten genug Bewegungspausen ein
  • Trinken Sie genügend Flüssigkeit: Am besten Wasser und ungesüßte Kräutertees
  • Nehmen sie lieber die Treppe als den Fahrstuhl
  • Öfters die Beine hochlegen (gerade nach längerem Sitzen oder Stehen)
  • Regelmäßiger Sport - Besonders geeignet sind Ausdauersportarten wie Radfahren, Schwimmen, Joggen oder Walken

Bei längeren Flugreisen:

  • Kurze „Spaziergänge“ durch den Gang
  • Schuhe ausziehen während des Sitzens
Durch Ausdauersport wie Walking können sie der Bildung von Blutgerinnseln (Thrombose) und somit auch  Lungenembolie vorbeugen
Durch Ausdauersport wie Walking können sie der Bildung von Blutgerinnseln (Thrombose) und somit auch Lungenembolie vorbeugen© iStock
 

Lungenembolie vorbeugen: Gönnen sie ihrer Durchblutung Gymnastik

  • Füße kreisen lassen
  • Immer mal zwischendurch aufstehen und bewegen

„Die Venenpumpe“: Durch wechselnde Anspannung von hinterer und vorderer Wadenmuskulatur kann man die natürliche Muskelpumpe gezielt aktivieren. So wird die Durchblutung angeregt und das Thromboserisiko lässt sich vermindern sowie einer Lungenembolie vorbeugen. 
So funktioniert es:

  • 20 Mal abwechselnd auf die Zehenspitzen und Fersen stellen.
  • Will man die Übung im Sitzen machen, sollte man auf einen 90° Winkel zwischen Beinen und Oberkörpern achten.
 

Lungenembolie vorbeugen: Bei Thrombosepatienten

Gerade diese Patienten sollten einer erneuten Thrombose und so einer Lungenembolie vorbeugen. Bestand bereits eine Thrombose, erhöht dies meist das Risiko dafür, dass sich erneut ein Blutgerinnsel bildet. Dafür ist neben den vorgestellten Maßnahmen (siehe oben) vor allem das Tragen von speziell angepassten Kompressionsstrümpfen eine wichtige Maßnahme. Nach Absprache mit dem Arzt können unterstützend bei besonders venenbelastenden Alltagssituationen wie etwa langen Flügen auch zusätzlich Medikamente, sogenannte Antithrombotika, eingenommen werden.

Thrombosepatienten können einer Lungenembolie vorbeugen indem sie speziell angepasste Kompressionsstrümpfe tragen
Thrombosepatienten können einer Lungenembolie vorbeugen indem sie speziell angepasste Kompressionsstrümpfe tragen© iStock

Auch die Wahl von nicht hormonellen Verhütungsmitteln kann einer Lungenembolie vorbeugen. Die Verwendung von Präparaten wie der Antibabypille erhöht das Risiko für eine Thrombose.  Bestehen bereits weitere Risikofaktoren für Blutgerinnsel (wie Übergewicht oder Rauchen), raten Ärzte meist zu alternativen Verhütungsmitteln, um das Risiko für ein Blutgerinnsel nicht zu erhöhen.

 

Lungenembolie vorbeugen bei Krampfadern

Einer Lungenembolie vorbeugen lässt sich ebenfalls, indem man seine Krampfadern behandeln lässt. Führen Krampfadern zu Schmerzen und Entzündungen, sind nämlich häufig Venen des tiefen Venensystems betroffen. In diesem Fall kann eine Entfernung der Krampfadern nötig sein, da sich innerhalb der Gefäßausbuchtungen Blutgerinnsel bilden können. Sind diese noch nicht so stark ausgeprägt, können auch Venengymnastik, Beinmassagen oder in bestimmten Fällen eine medikamentöse Behandlung schlimmere Folgen vermeiden.

Das sagt der Experte
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