Low Carb High Fat: Abnehmen mit viel Fett?

Redaktion PraxisVITA

Essen Sie sich schlank! Bei der Low-Carb-High-Fat-Diät können Sie sogar Schnitzel essen. Wie genau das funktioniert. 

 

Wie funktioniert Low Carb High Fat?

Richtig schlemmen und dabei abnehmen – die Low-Carb-High-Fat-Diät macht es möglich! Faustregel: Jedes Gericht sollte möglichst wenig Kohlenhydrate und viel Fett enthalten. Die High-Fat-Diät funktioniert so gut, weil unser Körper zur Energiegewinnung zuerst Kohlenhydrate verbrennt – Fett wird gespeichert. Wenn Sie aber wenig Kohlenhydrate essen, geht es sofort den Fettreserven an den Kragen. Denn dann ist der Körper auf den Abbau der Fettdepots angewiesen, um Energie zu gewinnen.

Teil der High-Fat-Low-Carb-Diät sind zwar auch Proteine. Doch zu viel sollten Sie davon nicht zu sich nehmen, „denn eine zu proteinhaltige Ernährung würde Ihre Nieren stark belasten“, erklärt Ernährungswissenschaftler Prof. Dr. Vormann. „Fetthaltige Lebensmittel haben übrigens noch einen positiven Nebeneffekt: Weil unser Körper Fett sehr langsam verarbeitet, machen sie lange satt.“ Perfekt, so hat Heißhunger keine Chance und die Diät lässt sich leichter durchhalten.

Eine Schale mit Mandeln
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High-Fat-Diät: Die besten Rezepte

Kombinieren Sie unsere leckeren Gerichte (jeweils Frühstück, Mittag- und Abendessen) für eine Person fünf Tage nach Ihrem Geschmack. Hier geht's zu den besten Rezepten der Low-Carb-High-Fat-Diät.

 

High Fat Low Carb: Welche Lebensmittel darf ich essen – und welche nicht?

Bei der Low-Carb-High-Fat-Diät kommt es darauf an, Kohlenhydrate auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Das ist aber gar nicht so leicht. Nicht nur, weil der Verzicht auf Brot und Nudeln anfangs ziemlich schwer sein kann. Der Erfolg der Diät könnte auch dadurch gemindert werden, weil uns gar nicht bewusst ist, dass in bestimmten Lebensmitteln Kohlenhydrate in Form von Zucker und Stärke versteckt sind.

Auf diese Lebensmittel sollten Sie während der Low-Carb-High-Fat-Diät verzichten:

  • industriell verarbeitete Lebensmittel
  • fertige Dressings, Soßen oder Eiersalat
  • mariniertes Fleisch und panierten Fisch

Sauerkraut auf einem Holzlöffel
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Außerdem haben die folgenden Lebensmittel einen höheren Kohlenhydratgehalt, als man gemeinhin annimmt:

  • Jakobsmuscheln
  • Milch (enthält Milchzucker)
  • Nüsse mit einem hohen Kohlenhydratgehalt (Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Pinienkerne, Sesam, Erdnüsse, Cashewnüsse)
  • Lauch
  • Karotten
  • rote und gelb Paprika
  • Rote Bete
  • Erbsen

Auch Obst sollten Sie aufgrund seines hohen Zuckergehalts von Ihrem Speiseplan streichen. Wenn Sie nicht ganz darauf verzichten möchten, greifen Sie zu Obst-Sorten mit vergleichsweise wenig Zucker. Dazu gehören Beeren (Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Johannisbeeren, Heidelbeeren), Wassermelonen, Grapefruits, Aprikosen und Avocados.

 

Geeignete Lebensmittel für die Low-Carb-High-Fat-Diät

Neben Fisch, Fleisch, zuckerarmen oder -freien Milchprodukten (Käse, Joghurt, Créme Fraîche), kohlenhydratarmen Nüssen (Mandeln, Pekannnüsse, Walnüsse, Haselnüsse) und hochwertigen Ölen eignet sich für die High-Fat-Diät auch Gemüse. Diese Sorten dürfen Sie bedenkenlos essen:

  • Gurken
  • Spinat
  • Brokkoli
  • Blumenkohl
  • Zucchini
  • Aubergine
  • Artischocken
  • Radieschen
  • Kohl aller Art
  • Spargel
  • Steinpilze und Pfifferlinge

Eine Pfanne mit Gemüse
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Wie gesund ist das Diät-Prinzip „Low-Carb-High-Fat“?

Wenn Sie konsequent Kohlenhydrate meiden und gleichzeitig die Energiezufuhr auf 1500 Kilokalorien täglich senken, können Sie mit dieser Diät-Form schnell Gewicht verlieren. Effektiv ist die Diät allemal, aber ist die Low-Carb-High-Fat-Diät auch gesund? Die Frage stellt sich unweigerlich aufgrund des hohen Fettgehalts.

Die Antwort ist einfach: Solange Sie größtenteils zu Lebensmitteln greifen, die reich an sogenannten „guten“ Fetten – ungesättigten Fettsäuren – sind, ist die Diät gesundheitlich unbedenklich. Ein hoher Gehalt an ungesunden gesättigten Fettsäuren kann sich dagegen langfristig negativ auf das Herz-Kreislauf-System auswirken.

Die Ernährungsumstellung kann mitunter zu Verdauungsproblemen führen. Wegen der geringen Menge an verdauungsfördernden Ballaststoffen gehört Verstopfung zu den typischen Beschwerden einer Fett-basierten Ernährung. Die Low-Carb-High-Fat-Diät ist zudem nicht für Menschen geeignet, die viel Sport treiben – denn ohne Kohlenhydrate werden die Energiequellen aufgebraucht und somit die Fähigkeit des Körpers, zu regenerieren, stark reduziert.

Unser Experte: Prof. Dr. rer. nat. Jürgen Vormann, studierter Ernährungswissenschaftler und Leiter des Instituts für Prävention und Ernährung (IPEV) in Ismaning bei München.

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