Loperamid – diese Nebenwirkungen sind möglich

Kapitel
  1. 1. Loperamid – Wirkstoff Guide
  2. 2. Die 10 häufigsten Fragen
  3. 3. Nebenwirkungen
  4. 4. Dosierung
  5. 5. Medikamente

Wenn krankmachende Erreger in Magen und Darm geraten, wehrt sich der Körper. Er beginnt, mehr Flüssigkeit auszuscheiden und die Darmbewegung zu steigern, mit dem Ziel, alle Erreger loszuwerden!

Aber nicht immer sind Krankheitserreger oder Keime die Ursache für Durchfall. Auch Darmerkrankungen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Arzneimittel können eine Durchfallerkrankung auslösen.

Da starke Durchfälle auch mit einem hohen Flüssigkeitsverlust einhergehen, ist es notwendig, den Durchfall zu stoppen. Dafür eignet sich u.a. der Wirkstoff Loperamid.

Schwindel und Kopfschmerzen können mögliche Nebenwirkungen des Wirkstoffs Loperamid sein
Schwindel und Kopfschmerzen können mögliche Nebenwirkungen des Wirkstoffs Loperamid sein© Fotolia
 

Welche Nebenwirkungen können bei Loperamid auftreten?

Auch wenn der Wirkstoff an sich gut vertragen wird, so können bei manchen Personen trotzdem Nebenwirkungen auftreten, die unterschiedlich stark ausfallen können.

Bei dem am häufigsten auftretenden Nebenwirkungen, handelt es sich um Nebenwirkungen, die den Magen-Darm-Trakt betreffen. Dazu gehören beispielsweise

Ebenfalls häufig kann es unter der Einnahme von Loperamid zu Schwindel und Kopfschmerzen kommen.

Selten kommt es während der Einnahme von Loperamid zu

Prof. Dr. Hartmut Göbel
Experte Prof. Dr. Göbel: "Medikamente, die die Magen- und Darmtätigkeit dämpfen, können die Wirkung von Loperamid noch verstärken."© privat

Sehr selten wurden bislang unter der Einnahme von Loperamid folgende Nebenwirkungen beobachtet:

  • Allergische Reaktionen
  • schwere Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich anaphylaktischer Schock
  • Angioödem
  • Blasenbildende Hautreaktionen einschließlich Stevens-Johnson-Syndrom und toxisch epidermaler Nekrolyse
  • plötzlich auftretende entzündliche Erkrankung der Haut oder Schleimhäute (Erythema multiforme)
 

Wann dürfen Arzneimittel mit Loperamid nicht eingenommen werden?

Liegt eine Allergie oder eine Unverträglichkeit gegen den Arzneiwirkstoff Loperamid vor, darf dieser nicht eingenommen werden.

Loperamid darf auch dann nicht eingenommen werden, wenn der Patient

  • sich in einem Zustand befindet, in dem eine Verlangsamung der Darmtätigkeit vermieden werden sollte, z. B. bei aufgetriebenem Leib, Verstopfung und Darmverschluss.
  • an Durchfällen leidet und gleichzeitig Fieber hat
  • an Durchfällen leidet und Blut im Stuhl aufweist
  • an Durchfällen leidet, die während der Einnahme von Antibiotika aufgetreten sind
  • an chronischen Durchfällen leidet
  • an einem akuten Schub einer Colitis ulcerosa (geschwüriger Dickdarmentzündung) leidet

Arzneimittel mit Loperamid dürfen nur nach ärtzlicher Verordnung eingenommen werden, wenn der Patient

  • AIDS hat und den Wirkstoff zur Durchfallbehandlung einnimmt, sollte er bei den ersten Zeichen eines aufgetriebenen Leibes die Einnahme des Arzneimittels beenden und seinen Arzt aufsuchen. Es liegen Einzelberichte über eine schwere entzündliche Erweiterung des Dickdarmes (toxisches Megacolon) bei AIDS-Patienten vor. Diese litten unter einer durch virale und bakterielle Erreger verursachten infektiösen Dickdarmentzündung (Kolitis) und wurden mit Loperamid behandelt.
  • an einer Lebererkrankung leidet oder bereits überwunden hat. Dann darf der Wirkstoff nur nach ärztlicher Verordnung angewendet werden, da der Abbau von Loperamid bei schweren Lebererkrankungen verzögert sein kann.
Tritt bei der Durchfallserkrankung auch Fieber auf, sollte von der Einnahme von Loperamid abgesehen werden
Tritt bei der Durchfallserkrankung auch Fieber auf, sollte von der Einnahme von Loperamid abgesehen werden© Fotolia
 

Wann treten Wechselwirkungen durch Loperamid auf?

Vor der gleichzeitigen Einnahme des Wirkstoffs Loperamid mit anderen Arzneimitteln sollte unbedingt Rücksprache mit dem behandelnen Arzt oder Apotheker gehalten werden. Dies gilt besonders dann, wenn folgende Arzneimittel zusammen mit Loperamid eingenommen werden:

Medikamente, von denen bekannt ist, dass sie die Magen- und Darmtätigkeit dämpfen (z.B. Opioide), können die Wirkung von Loperamid verstärken.

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