Loperamid – der beste Wirkstoff gegen Durchfall

Kapitel
  1. 1. Loperamid – Wirkstoff Guide
  2. 2. Die 10 häufigsten Fragen
  3. 3. Nebenwirkungen
  4. 4. Dosierung
  5. 5. Medikamente

Loperamid ist ein Wirkstoff, der zur Behandlung von akuten und chronischen Durchfällen (Diarrhöen) unterschiedlicher Ursache eingesetzt wird. Er gehört zur Gruppe der sogenannten Opioide.

Loperamid entfaltet seine Wirkung erst im Darm und unterscheidet sich damit stark von anderen Opioiden, die auf das zentrale Nervensystem wirken.

 

Wann wird Loperamid eingesetzt?

Loperamid wird eingesetzt, wenn der Betroffene unter einer akuten oder chronischen Durchfallerkrankung verschiedener Ursache leidet oder eine andere Behandlungsform nicht möglich ist. Wichtig zu wissen: Der Wirkstoff Loperamid dient nur zur symptomatisch Behandlung der Beschwerden. Die Ursache des Durchfalls wird durch die Gabe des Wirkstoffs nicht behandelt oder geheilt.

Die wichtigsten Infos zu Loperamid auf einen Blick

Name: Loperamid

auch bezeichnet als: 4-[4-(4-Chlorphenyl)-4-hydroxypiperidino]-N,N- dimethyl-2,2-diphenylbutyramid; Loperamidum

Anwendungsgebiete:

  • Behandlung von akuten oder chronischen Durchfallerkrankungen
  • Hemmung der Darmbewegungen
  • Verringerung der Häufigkeit der Stuhlentleerung

Warnhinweis:

Der Wirkstoff Loperamid sollte bei akuten Durchfällen nur zwei Tage in Folge angewendet werden, da es sonst zu schweren Verstopfungen kommen kann.

 

Wer darf Loperamid nicht einnehmen?

Loperamid darf nicht eingenommen werden, wenn der Patient allergisch oder überempfindlich auf den Wirkstoff reagiert.

Auf Einnahme des Wirkstoff sollte außerdem verzichtet werden, wenn

  • der Patient an Durchfällen leidet und zudem Fieber auftritt
  • der Patient an Durchfällen leidet, die mit blutigem Stuhl einhergehen
  • der Patient an Durchfällen leidet, die nach der Einnahme von Antibiotika auftreten
Der Wirkstoff Loperamid wird meist als Tablette oder Kapsel eingenommen
Der Wirkstoff Loperamid wird meist als Tablette oder Kapsel eingenommen© Fotolia
 

Mögliche Nebenwirkungen durch Loperamid

Wie bei allen Arzneiwirkstoffen, so kann es auch unter der Einnahme von Loperamid zu Nebenwirkungen kommen, die aber nicht bei jedem Behandelten auftreten müssen.

In klinischen Studien wurde beobachtet, dass es am häufigsten zu Nebenwirkungen kam, die den Magen-Darm-Trakt betreffen. Dazu gehören u.a.

Eher selten kann es unter der Einnahme von Loperamid zu folgenden Symptomen kommen:

Hier finden Sie weitere mögliche Nebenwirkungen.

 

Mit diesen Medikamenten verträgt sich Loperamid nicht

Der Arzt oder Apotheker sollte informiert werden, wenn zusätzlich zu Paracetamol andere Arzneimittel eingenommen werden bzw. vor kurzem eingenommen wurden, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Unter der Einnahme von Loperamid kann es bei gleichzeitiger Anwendung von folgenden Arzneimitteln zu Wechselwirkungen kommen:

Prof. Dr. Hartmut Göbel
Experte Prof. Dr. Göbel: "Arzneimittel mit dem Wirkstoff Loperamid sollten nicht eingenommen werden, wenn zusätzlich zum Durchfall Fieber auftritt."© privat

Hier erfahren Sie weitere möglichen Wechselwirkungen.

 

Die richtige Dosierung

Zu Beginn der Behandlung bei akuten Durchfallerkrankungen nehmen Erwachsene einmalig vier mg des Wirkstoffs, meist in Kapsel- oder Tablettenform, ein. Die folgenden Dosierungen liegen nur noch bei zwei mg pro Einnahme. Die Tageshöchstdosis von 12 mg darf nicht überschritten werden.

Kinder unter zwei Jahren dürfen nicht mehr dem Wirkstoff Loperamid behandelt werden.

Hier lesen Sie weitere Hinweise zur richtigen Dosierung.

Die 10 häufigsten Fragen
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