Lösen Kohlenhydrate Depressionen aus?

Raffinierte Kohlenhydrate
US-Forscher haben herausgefunden, dass stark verarbeitete Kohlenhydrate das Risiko erhöhen, an einer Depression zu erkranken © Fotolia

Eine Studie ergab, dass viele Kohlenhydrate das Risiko von Depressionen deutlich erhöhen. Lesen Sie hier, wer sich jetzt möglicherweise von der geliebten Pasta verabschieden muss.

Eine Ernährung mit stark verarbeiteten Kohlenhydraten kann zu einem erhöhten Depressions-Risiko bei Frauen nach der Menopause führen. So lautet das Ergebnis einer Studie, die kürzlich im American Journal of Clinical Nutrition veröffentlicht wurde.

An der Studie waren 70.000 Frauen beteiligt, die sich zu dem Zeitpunkt in der Menopause befanden. Die Analyse, die unter Leitung von James Gangwisch an der Columbia University Medical Center (CUMC) durchgeführt wurde, befasste sich mit der Menge der aufgenommenen Kohlenhydrate und Depressionen bei den Probanden.

 

Kohlenhydrate bewirken einen Anstieg des Blutzuckers

Der Konsum von Kohlenhydraten steigert den Blutzuckerspiegel in unterschiedlichem Ausmaß, abhängig von der Art der aufgenommenen Nahrung. Je stärker Kohlenhydrate verarbeitet sind, desto höher ist deren Punktzahl auf der sogenannten glykämischen Index(GI) Skala. Die GI-Skala, die von 0 bis 100 geht, misst die Menge an Zucker im Blut nach dem Essen.

Als Ursache machten die Forscher aus, dass die verarbeiteten Kohlenhydrate hormonelle Reaktionen im Körper auslösen. Diese hormonellen Reaktionen können Auswirkungen auf Müdigkeit, die Stimmung und ähnliche Symptome der Depression haben.

 

Die richtige Ernährung bei Depressionen

Dir Forscher betonen, dass ein erhöhter Konsum von Ballaststoffen, Vollkornprodukten und Gemüse mit einem verringerten Depressions-Risiko verbunden ist. Diese Erkenntnis deutet darauf hin, dass ein spezieller Ernährungsplan als vorbeugende Maßnahme gegen Depressionen dienen oder den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen kann.

Welche Ernährung Depressionen entgegenwirken kann, erfahren Sie in unserer Bildergalerie.

Hamburg, 6. August 2015

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