Lipödem-Diagnose: frühzeitig einen Arzt aufsuchen

Redaktion PraxisVITA
Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursache
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Bei der Lipödem-Diagnose gilt, je früher ein Arzt aufgesucht wird, desto besser stehen die Chancen, die Krankheit in den Griff zu bekommen. Ein Phlebologe bzw. Lymphologe, beides Spezialisten für Gefäßerkrankungen, stellt fest, ob bei der Patientin ein Lipödem vorliegt. Im Zweifel sollte die Patientin den Mediziner direkt auf die Krankheit aufmerksam machen, da viele Ärzte weiterhin Lipödeme mit Übergewicht verwechseln.

Bei einem Lipödem ist eine frühzeitige Diagnose entscheidend
Bei einem Lipödem ist eine frühzeitige Diagnose für den weiteren Krankheitsverlauf entscheidend. Nicht alle Mediziner stellen die richtige Diagnose. Daher sollten betroffene Frauen ihren Arzt direkt darauf ansprechen, ob bei ihnen ein Lipödem vorliegen könnte© iStock

Ausschlaggebend für die Lipödem-Diagnose sind die typisch auftretenden Symptome: Zeitpunkt des Auftretens (hormonelle Umstellung des Körpers nach der Pubertät, Schwangerschaft etc.), das Erscheinungsbild (kräftiger Unterkörper, schlanker Oberkörper), Ödemneigung, sichtbare Hämatome sowie Druckempfindlichkeit.

 

Lipödem-Diagnose: Viele Ärzte verwechseln Lipödeme mit Übergewicht

Viele Patientinnen klagen allerdings darüber, dass die Fettverteilungsstörung von Ärzten oftmals wegen mangelnder medizinischer Fachkenntnis nicht diagnostiziert wird, sondern fälschlicherweise von Übergewicht ausgegangen wird. Selbst wenn die Frauen berichten, dass weder Diäten noch sportliche Betätigungen helfen, stellen viele Mediziner keine neue Diagnose.

Wie schwer die richtige Lipödem-Diagnose vielen Medizinern fällt, geht auch aus einer Umfrage hervor. In einer Studie aus dem Jahr 2012 wurden Patientinnen befragt, wie lange es gedauert hatte, bis ein Arzt bei ihnen ein Lipödem festgestellt hatte. Die Mehrheit der Befragten, nämlich 66 Prozent, gab an, dass sie erst nach mehr als fünf Jahren die richtige Diagnose von einem Mediziner erhalten hatten. Bei 25 Prozent der Befragten dauerte es zwei bis fünf Jahre, bei neun Prozent wurde die Krankheit innerhalb eines Jahres festgestellt.

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