Liebeskummer – Wie er uns krank macht und was wirklich hilft

Liebeskummer kann sich in seinem Ausmaß wie eine Depression anfühlen, auch der Körper leidet mit. Die Therapeutin Elena-Katharina Sohn erklärt wirksame Maßnahmen, aus dem Herzschmerz wieder herauszufinden.

Das Wort Liebeskummer hört sich im Vergleich mit seinen Auswirkungen eher harmlos an. Dabei ist das Gefühl nach dem Ende einer großen Liebe oft viel stärker, als eine vorübergehende Betrübnis. Tatsächlich vergleicht ein Großteil der Betroffenen Liebeskummer eher mit den Symptomen einer Depression oder dem Schmerz nach dem Tod eines Angehörigen. Auch wenn die Welt zunächst still zu stehen scheint, früher oder später muss der Kummer verarbeitet werden und der Alltag weitergehen.

Die Berliner Psychotherapeutin Elena-Katharina Sohn beschreibt in ihrem Buch „Goodbye Herzschmerz“ Strategien, wie man ein gebrochenes Herz behutsam heilt und wieder Freude am Leben finden kann.

Goodbye Herzschmerz. Eine Anleitung zum Wieder-Glücklichsein von Elena-Katharina Sohn. Erschienen 2016 im Ullstein-Verlag, 237 Seiten.

 

Herzschmerz betrifft den ganzen Organismus

Denn von Heilung muss hier tatsächlich gesprochen werden: Laut einer Umfrage mussten sich bereits 40 Prozent aller Betroffenen schon einmal wegen Liebeskummer krankschreiben lassen. Psychologen sprechen übrigens eher von einer sogenannten „Anpassungsstörung“. Diese kann genau wie körperliche Erkrankungen chronisch werden und ärztliche Behandlung nötig machen. Sohn nennt vor allem drei Symptome, bei denen eine ärztliche Behandlung unumgänglich ist:

  • wenn der oder die Betroffene Suizidgedanken hat
  • wenn der Liebeskummer über einen längeren Zeitraum als vier Wochen dem Betroffenen so sehr zusetzt, dass kein normaler Alltag mehr möglich ist
  • wenn psychosomatische Beschwerden dazu kommen. Wenn der Betroffene nicht mehr richtig isst, trinkt und schläft, sollte auch über medikamentöse Maßnahmen nachgedacht werden.
Frau sieht traurig aus dem Fenster
Liebeskummer ist häufig mehr als eine vorübergehende traurige Phase© Alamy

Einer der Extremfälle von Liebeskummer ist das „Broken Heart Syndrom“. Auch wenn es sehr selten vorkommt, kann es geschehen, dass der Liebeskummer so viele Stresshormone im Blut freisetzt, dass sich die Gefäße verengen. Die Folgen sind ähnlich wie bei einem Herzinfarkt: Atemnot, Brustschmerzen und Todesangst.

Aber auch mildere Ausprägungen wie Magen-Darm-Beschwerden oder ein durch den psychischen Stress geschwächtes Immunsystem können die Folgen von Liebeskummer sein. Hier helfen Hausmittel, die den Körper wieder ins Gleichgewicht bringen können.

Erfahren Sie in unserer Bildergalerie, wie Sie mit zehn Maßnahmen Ihren Liebeskummer wieder in den Griff bekommen können.

Hamburg, 19. Juli 2016

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