Levante-Küche: Der gesunde Trend aus dem Nahen Osten

Redaktion PraxisVITA

Die Levante-Küche ist längst auch bei uns zum absoluten Kulinarik-Trend geworden. Dabei hat bei der gesunden und schmackhaften Küche aus der östlichen Mittelmeerregion besonders ein Land die Nase ganz weit vorn.

Foto: iStock
Bei der Levante-Küche sind Gewürze das A und O Foto:  iStock/sveta-zarzamora
Inhalt
  1. Was ist die Levante-Küche?
  2. Dafür steht die Levante-Küche
  3. Es geht ums Teilen
  4. Israel als ausschlaggebender Faktor
  5. Der Grund für die große Beliebtheit in Europa
  6. Beliebte Gerichte der Levante-Küche
  7. Die Gewürze
  8. Darum ist die Levante-Küche so gesund
 

Was ist die Levante-Küche?

Bunt, würzig, gesund, vitaminreich – und eine Pracht gleichermaßen für Gaumen und Augen: Das ist die Levante-Küche, die auch in Mitteleuropa und auf der ganzen Welt längst gefeiert wird. Das Wort “Levante” bezeichnet die Region rund um das östliche Mittelmeer.

Dazu gehören unter anderem Israel, Jordanien, Syrien, Palästina und der Libanon. Früher bezeichnete man diese Region auch als Morgenland, heute gilt der Begriff als veraltet und wird nicht mehr gebraucht.

 

Dafür steht die Levante-Küche

Bei dem Begriff Levante-Küche denkt man an viele Gewürze und Aromen, an schmackhafte und leichte Gerichte, die in der Regel auch noch ziemlich gesund sind. Bei dieser Esskultur sieht nicht nur das Essen an sich, sondern auch der gedeckte Tisch spektakulär aus.

Mandeln sind ein gesunder Snack
Gesunde Ernährung Gesunde Snacks für zwischendurch: 38 geniale Ideen!

Hier geht es nämlich keineswegs darum, Gericht nach Gericht einzeln zu servieren – sondern es wird alles gleichzeitig angerichtet und in kleinen Schälchen kredenzt. Man spricht hier von sogenannten Mezze-Speisen. Diese sind vergleichbar mit Tapas: Der Begriff bezieht sich nicht darauf, was, sondern wie es serviert wird – also in kleinen Portionen und in großer Auswahl und Vielfalt.

 

Es geht ums Teilen

Dabei wird Essen nicht nur zum kulinarischen Erlebnis, sondern ist auch ein soziales Ereignis – denn die Mentalität des Gemeinsamen und Verbindenden beim Essen ist ein wesentlicher Teil der Levante-Küche.

Bei Mezze-Speisen geht es ums Teilen, sie werden in der Mitte des Tisches positioniert, jeder soll zugreifen können.

 

Israel als ausschlaggebender Faktor

Dass die Levante-Küche zu einem wahrhaften Höhenflug in Sachen Popularität und Verbreitung hinlegte, ist vor allem Israel zu verdanken. Wie kein anderes Land verbindet Israel — und allen voran Tel Aviv – die Kulinarik zahlreicher Kulturen.

Israel zelebriert diese Multikulturalität in der Küche nicht als Ausnahme, sondern als zentralen Aspekt der heimischen Küche. Die Einflüsse reichen vom arabischen Raum bis hin zu kolonialen Einflüssen – man findet kulinarische Spuren aus Persien gleichermaßen wie aus Frankreich oder Großbritannien.

 

Der Grund für die große Beliebtheit in Europa

Damit passt die Levante-Küche aus mehreren Gründen bestens zum aktuellen Zeitgeist. Erstens, weil sich nicht nur die internationale, sondern auch die Fusion-Küche vereint. Zweitens – und dies ist ein mindestens ebenso fundamentaler Grund – liegt die fleischlose Ernährung immer mehr im Trend.

Mit der Okinawa-Diät ist es einfach abzunehmen.
Gesund abnehmen Okinawa-Diät: Mit einem simplen Trick abnehmen und länger leben

Fleisch ist hier nämlich eher die Ausnahme als die Regel: Die meisten Gerichte sind vegetarisch, vieles ist auch für Veganer geeignet. Der Großteil der Gerichte basiert auf frischem Gemüse – damit ist die Levante-Ernährung nicht nur gesund, sondern auch eine Option für Abnehmwillige.

 

Beliebte Gerichte der Levante-Küche

Die wohl bekanntesten Gerichte, die man auch in Deutschland problemlos und nahezu überall findet, sind Humus und Falafel (frittierte Bällchen aus Kichererbsen). Beliebt ist auch Taboulé, ein Salat, der aus Bulgur oder Couscous besteht und mit Zitronensaft, Pfefferminze, Tomaten, Petersilie, Frühlingszwiebel und Olivenöl zubereitet wird.

Oft verwendet in der Levante-Küche wird Aubergine und Blumenkohl. Aus Auberginen wird zum Beispiel das Püree Baba Ghanoush hergestellt – lecker beispielsweise zu Fladenbrot. Eine Spezialität in der israelischen Küche ist auch Shakshuka – hier werden pochierte Eier in einer Tomaten-Chili-Zwiebelsauce zubereitet.

 

Die Gewürze

Das A und O sind die Gewürze. Sie tragen einen großen Teil dazu bei, dass die Levante-Küche so spektakulär und abwechslungsreich schmeckt. Dabei setzt sie nicht auf Pfeffer und Salz, sondern verführt mit einer Reihe von Gewürzen, die mitteleuropäischen Gaumen vielleicht nicht ganz so geläufig sind.

Dazu gehört unter anderen Sumach, der aus getrockneten und geschroteten Früchten des Sumach-Strauches hergestellt wird. Sumach ist von seiner Funktion mit Salz und Pfeffer vergleichbar – in der Levante-Küche wird damit oft nachgewürzt und der Geschmack so quasi feinjustiert.

Hummus
Übersicht Hummus – so gesund und so einfach selber zu machen

Za'atar und Harissa sind zwei Gewürzmischungen, die man ebenfalls immer wieder findet. Harissa stammt aus Nordafrika und besteht aus Chiliflocken, Koriander, Knoblauch, Paprikapulver und Kreuzkümmel.

Ebenfalls in Nordafrika, aber auch in der Türkei sowie im Nahen Osten findet Za’atar Verwendung – gerne als Gewürz für Dips oder Brotaufstriche. Die Mischung besteht aus Sesamsaat, säuerlichem Sumach, Majoran, Thymian, Oregano und Kreuzkümmel – Probieren unbedingt empfohlen!

 

Darum ist die Levante-Küche so gesund

Es gibt einige Faktoren, die die Levante-Küche so gesund machen. Speisen werden stets frisch zubereitet, die Lebensmittel sind unbehandelt. Fleisch gibt es selten – und wenn es doch mal auf den Teller kommt, dann meist in Form von fettarmen Fleischsorten wie Lamm- oder Hähnchenfleisch.

Da die meisten Speisen durchaus als Low-Carb-Essen durchgehen, ist diese Art von Küche auch geeignet für Diäten. Dabei kommt man auf jede Menge Ballaststoffe, für die das Gemüse und die Hülsenfrüchte sorgen.

Auch der hohe Anteil an Nüssen und Samen ist sehr gesund und liefert dem Körper wertvolle Mineralstoffe. Zudem sind Omega-3-Säuren und Antioxidantien enthalten. Zu guter Letzt haben auch die Gewürze einen positiven Einfluss auf die Gesundheit – so wirken zum Beispiel Kreuzkümmel und Koriander beruhigend auf den Magen.

Quellen:

Das könnte Sie auch interessieren
Themen
Copyright 2020 praxisvita.de. All rights reserved.