Lebensmittelmotten erkennen und bekämpfen: Mit diesen Tipps gelingt's

Laura Basting-Neumann

Lebensmittelmotten erkennen und bekämpfen – eine unschöne Angelegenheit. Ihretwegen müssen viele Nahrungsmittel und eventuell sogar Vorratsbehälter im Müll landen. Aber diese Tipps und Trick helfen dabei, Lebensmittelmotten loszuwerden.

Lebensmittelmotten erkennen und bekämpfen ist unschön. Viele Lebensmittel muss man weggeschmissen, einige Vorratsbehälter auch. Diese Tipps und Hausmittel gegen Lebensmittelmotten zeigen, wie ihre Beseitigung ohne Chemiekeule geht.

 

Was sind Lebensmittelmotten?

Lebensmittelmotten sind schmetterlingsartige Zünsler, die als Vorratsschädlinge in Küchen auftreten. Sie sind auch als Küchen- oder Speisemotten bekannt. Am weitesten verbreitet sind die Dörrobstmotte und die Mehlmotte.

 

Unterschied zwischen Lebensmittel- oder Kleidermotten erkennen

Kleidermotten sind strohgelb und weißlich bis silbrig glänzend. Sie haben keinerlei Markierungen auf den Flügeln. Die Lebensmittelmotten sind mehrfarbig, meist rötlich-braun. Ihre Flügel haben dunkle Punkte und Striche.

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Wie kommen Lebensmittelmotten ins Haus?

Meist schleppt man Lebensmittelmotten ein, die bereits am oder im Lebensmittel drin sind. Selten kommt es auch vor, dass die Motten einem zufliegen und sich in der Küche einnisten. Mit mangelnder Hygiene im Haushalt hat ein Lebensmittelmotten-Befall nichts zu tun.

Woran kann man einen Lebensmittelmotten-Befall erkennen?

Wenn Motten in der Küche auftauchen, ist es sehr wahrscheinlich, dass es dort noch mehr Motten und Larven gibt. Sie bauen ihre kleinen Nester in der direkten Nähe von Lebensmitteln, damit die geschlüpften Larven schnell an Nahrung kommen. Von Lebensmittelmotten befallene Produkte erkennt man an dünnen, weißen Fäden in der Packung – die sogenannten Gespinste. Die Motten überziehen das Lebensmittel damit und verklumpen es.

Die Schädlinge nisten sich gerne in Lebensmitteln wie Mehl, Reis, Müsli, Gewürzen, Dörrobst, Gebäck oder Schokolade ein. Aber auch in der Nähe von Obst und Gemüse lassen sie sich gerne nieder. In Ritzen und Spalten von Schränken verkriechen sich Lebensmittelmotten ebenfalls gerne. Noch verschlossene Packungen stellen bedauerlicherweise kein Hindernis für die Lebensmittelmotten dar. Leider müssen alle Lebensmittel mit Mottenbefall weggeschmissen werden.

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Lebensmittelmotten bekämpfen mit Hausmitteln

Was hilft gegen Lebensmittelmotten? Zuerst ist es wichtig, die Nahrungsmittel zu identifizieren, die von Motten befallen sind. Hat man die Produkte gefunden, am besten den ganzen Schrank oder die Schublade ausräumen, um nachzusehen, wo sich sonst noch Lebensmittelmotten befinden.

Hausmittel, um Lebensmittelmotten loszuwerden:

 

1. Essigwasser als natürliches Mittel gegen Lebensmittelmotten

Ausgeräumten Schrank mit Essigwasser besprühen und auswischen. Dazu Essigessenz im Verhältnis 1:4 mit Wasser verdünnen.

 

2. Lebensmittelmotten mit einem Fön bekämpfen

Mit einem Föhn den feuchten Schrank trockenföhnen. Denn Mottenlarven sterben ab einer Temperatur von 50 Grad Celsius. Den Schrank etwa fünf bis zehn Minuten "ausföhnen". Mit einem trocken Lappen auswischen.

 

3. Natron als bewährtes Hausmittel gegen Lebensmittelmotten

Vier Teile Natron oder Backpulver mit einem Teil Mehl mischen. In ein Gefäß füllen und neben die befallenen Vorräte stellen. Die Lebensmittelmotten legen ihre Eier darin ab, die Larven schlüpfen, und können aber in dem Natron nicht überleben.

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4. Schlupfwespen als natürlicher Feind von Lebensmittelmotten

Diese winzigen, mit dem Auge kaum erkennbaren Insekten eignen sich gut zur biologischen Bekämpfung gegen Lebensmittelmotten. Sie sind natürliche Feinde der Motten. Weder für Menschen noch für Haustiere sind sie gefährlich oder lästig.

Schlupfwespen spüren die Eier der Lebensmittelmotten auf, injizieren ihre Eier hinein und zerstören so die Motteneier. Aus diesen "geimpften" Eiern schlüpfen wieder neue Schlupfwespen, die auf der Suche nach weiteren Motteneiern sind. Sobald keine Eier mehr vorhanden sind, zerfallen die Schlupfwespen zu Staub oder wandern aus dem Haus hinaus, auf der Suche nach weiteren Motteneiern.

Zur Bekämpfung der Lebensmittelmotten, kann man Schlupfwespeneier in Pappkärtchen kaufen, die man dort verteilt, wo die Motten die Lebensmittel befallen haben. Nach etwa acht bis zehn Wochen sollten die Schlupfwespen alle Mottenlarven und somit die Motten beseitigt haben. Die Pappkärtchen im Hausmüll entsorgen.

Damit die Lebensmittellarven in den Lebensmitteln nach der Entsorgung nicht im Hausmüll schlüpfen, die Lebensmittel vor dem Entsorgen im Backofen erhitzen. Dafür bei 50 bis 90 Grad Celsius für 90 bis 120 Minuten erwärmen. Alternativ die befallenen Nahrungsmittel für etwa 3 Tage im Gefrierschrank lagern. Denn die Lebensmittelmotteneier und Larven sterben bei dieser Hitze und Kälte.

 

Lebensmittelmotten-Befall vorbeugen

So können Sie Lebensmittelmotten vorbeugen:

Wenn Sie diese Tipps und Hausmittel beachten, können Sie Lebensmittel leicht erkennen und bekämpfen.

Quelle:
Lebensmittelmotten, in umweltbundesamt.de

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