Lebensmittel richtig lagern: Mit diesen Tipps gelingt es

Daphne Sekertzi

Lebensmittel richtig zu lagern, bereitet vielen Schwierigkeiten: Was gehört in den Kühlschrank und was nicht?

Einmachgläser mit verschiedenem Inhalt
Es gibt verschiedene Methoden, um Lebensmittel richtig zu lagern Foto:  istock_5PH
Inhalt
  1. Die Speisekammer für Kartoffeln, Konserven und Co.
  2. Was gehört in den Kühlschrank – und was nicht?
  3. Lebensmittel im Gefrierfach lagern

Lebensmittel richtig lagern, kann einigen Ärger ersparen. Weiß man um die richtige Lagerung von Obst, Gemüse und Co., vermeidet man nicht nur Lebensmittelverschwendung, sondern kann auch einen Notvorrat anlegen.

Die idealen Bedingungen, unter denen sich Bakterien, Hefe- oder Schimmelpilze vermehren, sind warme Temperaturen und Feuchtigkeit. Das bedeutet jedoch nicht, dass jedes Obst und Gemüse in den Kühlschrank gehört. Denn neben der Haltbarkeit ist auch der Erhalt von Nährstoffen und Aromen ein wichtiger Aspekt bei der richtigen Aufbewahrung von Lebensmitteln.

 

Die Speisekammer für Kartoffeln, Konserven und Co.

Weil sie meist vor Sonnenlicht geschützt sind und in ihnen kühle und trockene Bedingungen herrschen, sind Speisekammern oder Vorratsräume der ideale Aufbewahrungsort für Trockenprodukte, wie Nudeln, Reis oder Mehl, aber auch Konserven und Einmachgläser. Zudem lassen sich hier Kartoffeln richtig lagern, ebenso wie Knoblauch und Zwiebeln.

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Zwar haben sie dieselben Lagerbedingungen, jedoch sollten Kartoffeln nicht direkt neben Zwiebeln aufbewahrt werden, weil sich dadurch schneller Triebe bilden.

Wie man Lebensmittel richtig in der Speisekammer lagert:

  • Regelmäßig Mindesthaltbarkeitsdatum kontrollieren
  • Neue Vorräte nach hinten stellen und zuerst ältere Vorräte verbrauchen
  • Angebrochene Packungen in Glas- oder Kunststoffbehälter umfüllen
  • Einmachgläser mit Inhalt und Datum versehen
 

Was gehört in den Kühlschrank – und was nicht?

Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Butter, Eier, Soßen sowie aufgebrochene Marmeladen und Cremes gehören in den Kühlschrank. Auch für fast jedes Gemüse und Obst ist der Kühlschrank der richtige Lagerort.

Bei Obst gilt: Heimische Ware, wie Äpfel, Pflaumen, Beeren und Kirschen, brauchen Temperaturen von unter 8 Grad, um lange frisch zu bleiben. Exotische Früchte hingegen halten Temperaturen bei über 16 Grad aus.

Die unterschiedlichen Temperaturzonen im Kühlschrank sind an den verschiedenen Lebensmittelgruppen angepasst. Daher ist es wichtig, Ordnung im Kühlschrank zu halten und die einzelnen Lebensmittelgruppen getrennt voneinander zu lagern. Im Fleischfach herrscht meist eine Temperatur von 2 Grad, das mittlere Fach ist mit 5 Grad für Milchprodukte geeignet und das Gemüsefach hält Salat und Co. bei 8 Grad frisch.

Doch es gibt einige Lebensmittel, bei denen nicht klar ist, ob der Kühlschrank für die Aufbewahrung geeignet ist. 

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Tomaten richtig lagern

Tomaten verlieren im Gemüsefach an Aroma. Der ideale Lagerort für Tomaten ist ein kühler – aber nicht kalter – luftiger und vor Sonnenlicht geschützter Ort, wie die Speisekammer oder der Keller. Auch bei Zimmertemperatur lassen sich Tomaten aufbewahren – dann sind sie einige Tage haltbar.

Zitronen lagern bei Zimmertemperatur

Zitronen kommen aus warmen Regionen und sollten daher, ebenso wie Mangos und Melonen, nicht in den Kühlschrank wandern. Besser ist eine Lagerung bei Zimmertemperatur in einer großen Schale oder in einem Korb.

Kälte schadet Bananen

Bei Bananen liegt der Gedanke nahe, dass Kälte zu einer längeren Haltbarkeit beiträgt. Doch der Kühlschrank ist der falsche Ort, um Bananen zu lagern. Denn durch die niedrigen Temperaturen bilden sich schnell braune Flecken auf der Schale. Genau wie bei Zitronen ist die Obstschale für Bananen besser zur Aufbewahrung geeignet als der Kühlschrank.

Avocados: Reifegrad entscheidet über Lagerung

Wie sich Avocados lagern lassen, hängt von ihrem Reifegrad ab. Meist sind Avocados beim Kauf unreif. Damit sie nachreifen und verarbeitet werden können, sollte man sie zunächst bei Zimmertemperatur aufbewahren. Erst wenn Avocados weich sind, können sie in den Kühlschrank ins Gemüsefach. Dort halten sie sich mehrere Tage. Dasselbe gilt für Nektarien, Pfirsiche und Kiwis.

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Kälteempfindlich: Zucchini, Aubergine und Paprika

Zu den Gemüsesorten, die am häufigsten falsch gelagert werden, zählen Zucchini, Auberginen und Paprikas. Diese landen nämlich häufig im Kühlschrank. Dort verlieren sie nicht nur Geschmack und Aroma. Zucchini und Auberginen bekommen durch die Kälte auch eine ledrige Konsistenz. Bei Temperaturen zwischen 12 und 15 Grad und vor Sonnenlicht geschützt, lassen sich diese Gemüsesorten am besten aufbewahren. Mit Olivenöl in Einmachgläsern eingelegt, verlängert sich ihre Haltbarkeit sogar um mehrere Monate.

Karotten

Karotten halten sich sowohl im Gemüsefach als auch im Keller bei 10 bis 14 Grad. Das Einzige worauf man achten sollte, wenn man Karotten lagern möchte, ist die Verpackung. Besteht sie aus Plastik, sollte man sie entfernen und durch feuchte Tücher ersetzen. Auf diese Weise bleiben Karotten bis zu 14 Tage knackig.

Gut zu wissen: Äpfel, Aprikosen und Pflaumen sollten nicht in Berührung mit anderen Obstsorten kommen. Sie sondern verstärkt das Pflanzenhormon Ethylen ab, was den Reifeprozess anderer Obstsorten beschleunigt.

Brot richtig lagern 

Zwar bleibt Brot im Kühlschrank länger frisch, eine gute Idee ist diese Art der Lagerung trotzdem nicht. Bei kalten Temperaturen trocknet das Brot, welches man auch ganz leicht selber machen kann, aus. Zudem wird die Kruste ledrig und der Geschmack geht verloren. Daher sollte man Brotbehälter mit einer guten Luftzirkulation verwenden, um Feuchtigkeitsbildung am Brot vorzubeugen. Der Behälter sollte zudem einmal die Woche von Krümeln befreit werden, da sie schnell schimmeln.

Gut zu wissen: Brote mit einem hohen Anteil an Roggen und Vollkorn sowie Sauerteigbrote sind wesentlich länger haltbar als Brote aus reinem Weizenmehl. Diese können bereits nach zwei Tagen anfangen, zu schimmeln, während Vollkornbrote bis zu neun Tage genießbar sind.

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Lebensmittel im Gefrierfach lagern

Das Einfrieren ist die einfachste Lösung, um die Haltbarkeit von Lebensmitteln um mehrere Monate zu verlängern. Die Minustemperaturen im Gefrierfach verhindern, dass sich Bakterien und Pilze vermehren. Und auch die Vitamine und Aromen bleiben erhalten. Aber nicht alle Lebensmittel lassen sich einfrieren. Salate, Gurken und rohe Kartoffeln sind nicht Gefrierschrank-tauglich.

Hingegen halten sich Obst und Gemüse in der Gefriertruhe zwischen 12 und 15 Monate, Rind und Geflügel zwischen 9 und 12 Monaten, Fisch bleibt mindestens sechs Monate in der Gefriertruhe frisch.

Wie man Lebensmittel im Gefrierfach richtig einlagert:

  • Obst und Gemüse so verarbeiten, wie beim Kochen: waschen, schälen und in kleine Portionen zerkleinern
  • Fleisch und Fisch direkt nach dem Einkaufen einfrieren und vorher trocken tupfen
  • Lebensmittel in Behälter füllen
  • Die Verpackung mit Bezeichnung und Datum versehen

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Quellen

Lebensmittel richtig lagern. In: Welthungerhilfe

Wie Sie Lebensmittel lagern können. In: Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit

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