Lebensgefahr durch Masern – Warum Experten jetzt dringend zur Impfung raten

Kind bei Masernimpfung
Mit einer Impfung ist Ihr Kind sicher gegen die Masern geschützt – und damit vor möglichen lebensbedrohlichen Folgen © Fotolia

Sie beginnen mit Schnupfen, Husten und Fieber, dann sorgen sie für bräunlich-rosafarbene Hautflecke – und sie können mitunter tödlich enden: die Masern. So können Sie sich und Ihr Kind schützen.

Vor allem für Kinder unter fünf Jahren und Erwachsene ab 20 sind Masern gefährlich, weil sie zum Beispiel Lungenentzündung oder Gehirnentzündung verursachen können. Der Erreger, ein Virus, infiziert schnell mehrere Menschen in der Umgebung von Kranken – vor allem Säuglinge und Kleinkinder.

 

Starker Anstieg der Masern-Fälle

Experten warnen: Die angebliche „Kinderkrankheit" Masern wird allgemein immer noch unterschätzt. 2013 ist die Zahl der gemeldeten Fälle im Vergleich zu 2012 sprunghaft gestiegen: von 170 auf 1775. Das ist die stärkste Masern-Welle seit sieben Jahren, so die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) Berlin. „Das liegt daran, dass es in der Bevölkgerung sogenannte Impflücken gibt", so die Berliner Experten. Umso dringender raten sie zur Impfung.

 

Empfehlung für Masern-Impfung

Grundsätzlich gilt folgende Empfehlung laut Impfkalender: Die erste Masern-Impfung sollte am besten mit dem Schutz vor Mumps und Röteln (MMR) gemeinsam erfolgen, zwischen dem 11. und 14. Lebensmonat. Eine zweite zwischen dem 15. und 23. Lebensmonat. Das Problem: In Deutschland sind nur 37 Prozent der Kinder ausreichend immunisiert! Und viele Erwachsene auch nicht. Zum Schutz für sich selbst und seine Lieben sollte man also seinen Impfstatus checken. Wer nicht oder nicht vollständig gegen Masern geimpft ist, sollte das unbedingt nachholen. Die gesetzlichen Kassen bezahlen das. Aber was soll ich tun, wenn ich kein Impfbuch mehr habe? Es nicht finde? Im Zweifel hilft der Hausarzt. Er gibt dann auch die individuell fehlenden Mini-Spritzen.

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