Heilpflanzenlexikon

Lavendel - natürliche Hilfe gegen Kopfschmerzen

Lavendel ist berühmt für seinen angenehmen Geruch. Aber nicht nur dafür: Er hilft auch bei allerlei Krankheiten wie etwa Kopfschmerzen, Unruhe oder Migräne.

Lavendel lindert Beschwerden bei Migräne
Bei innerer Unruhe, Angstgefühlen und daraus resultierenden Schlafstörungen kann Lavendel die Beschwerden lindern © Fotolia
 

Lavendel: Anwendung und Heilwirkung

Das ätherische Öl wirkt beruhigend, entspannend, schlaffördernd, magenstärkend, stoffwechselantreibend, entzündungshemmend und keimtötend.

Definition Lavendel

Bezeichnung: Lavandula angustifolia                                             Familie: Lippenblütler (Lamiaceae)      Gattung: Lavendel (Lavandula)                 Art: Echter Lavendel

In den letzten Jahren ist die angstlösende Wirkung des Lavendels zunehmend in den Vordergrund getreten. Die Wirkstoffe Linalylacetat und Linalool zeigen einen regulierenden Einfluss auf die Zellen des Nervensystems. Aus dem Gleichgewicht geratene Neurotransmitter gelten heute als Ursache für ängstliche Unruhezustände.

Dieses Ungleichgewicht kann ein spezielles Lavendelöl beseitigen. In der traditionellen Pflanzenheilkunde werden getrocknete Lavendelblüten häufig beruhigenden und den Magen und Darm regulierenden Tees, auch zusammen mit beispielsweise Kamille, Fenchel oder Melisse zugesetzt.

Äußerlich kommt Lavendelöl bei Muskelschmerzen oder als mildes Antiseptikum zum Einsatz. Lavendel ist zudem ein unverzichtbarer Bestandteil der Aromatherapie bei Kopfschmerzen oder Migräne.

 

Im Lavendel enthaltene Wirkstoffe

Ätherisches Öl aus frischen Blüten mit v.a. Linalylacetat und Linalool, in geringen Mengen auch Limonen, Cineol und 3-Octanon. Die Zusammensetzung des ätherischen Lavendelöls hängt wesentlich von Boden und Klima ab.

Burnout-Heilmittel Lavendel
Lavendel beruhigt: Ein entspannendes Vollbad mit Lavendelblüten und die Sorgen wirken schon viel kleiner© Fotolia
 


Verbreitung

Die Herkunftsregion des echten Lavendels ist das westliche Mittelmeer. Besonders verbreitet ist die Pflanze in der Haute-Provence. In Mitteleuropa wird Lavendel vielfach als Zierpflanze in Gärten kultiviert.

 


Botanik

Der Lavendel hat blaue bis violette Blüten, die von Juni bis August blühen. Sie sind in Scheinquirlen angeordnet und besitzen einen kurzen Stiel. Die Lavendelblätter sind etwa 4 Zentimeter lang und besitzen eine längliche Form. Sie sind gegenständig angeordnet. Auf ihrer Ober- und Unterseite haben jüngere Blätter einen grauen Filz. Mit zunehmendem Alter vergrünen sie. Die Lavendelfrucht ist eine kleine, braun glänzende Nuss. Die Zweige des Lavendels sind stark verästelt. Der Strauch wird etwa 2 Meter hoch.

 

Andere Namen für den Echten Lavendel

Schmalblättriger Lavendel, Arzneilavendel

Wissenswertes über Lavendel

Bereits die alten Ägypter verwendeten Lavendel beim Einbalsamieren der Toten. Bei den Römern war er ein beliebter Zusatz zum Waschwasser und bei Bädern. So leitet sich sein Name auch vom lateinischen »lavare« (dt.: waschen) ab. Bis ins 20. Jahrhundert half Lavendel aufgrund seiner desinfizierenden Wirkung aus, wenn keine anderen Desinfektionsmittel zur Verfügung standen. Auch als Werkzeug der Mottenbekämpfung zur Lavendel bis heute seinen Dienst.

Die medizinische Verwendung von Lavendel kennt eine lange Tradition. Im antiken Griechenland sollte er bei der Behandlung von Menstruations- und Nierenbeschwerden helfen. Paracelsus hingegen riet bei diversen Nervenleiden zu Lavendel. Die berühmteste Kennerin von Heilpflanzen im Mittelalter, Hildegard von Bingen, sah in Lavendel ein probates Mittel gegen unkeusche Gedanken. Ein so wirksames Kraut konnte dann natürlich auch böse Geister vertreiben.

Im Jahr 2008 war Lavendel die Heilpflanze des Jahres (NHV Theophrastus).

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