Lassen Smartphones Kinder schielen?

Zwei Kinder sitzen nebeneinander und blicken auf ihre Smartphones
Eine neue Studie südkoreanischer Forscher könnte Eltern die Argumentation bei der Smartphone-Diskussion erleichtern – sie ergibt, dass übermäßige Smartphone-Nutzung zum Silberblick führen kann © Fotolia

Dieses Argument dürfte selbst Kinder überzeugen: Zu viel Smartphone-Zeit führt zum Schielen! Zu diesem Ergebnis kommen südkoreanische Forscher in einer aktuellen Untersuchung zum Thema Silberblick.

Wenn Kinder zu viel Zeit mit ihrem Smartphone verbringen, kann das dazu führen, dass sie einen Silberblick entwickeln und schielen. Das haben südkoreanische Forscher in einer kleinen Studie herausgefunden.

Das Team der Chonnam National University in Gwangju untersuchte zwölf Kinder zwischen sieben und 16 Jahren, die nach innen schielten. Alle Kinder schauten vier bis acht Stunden pro Tag auf ihre Smartphones, die sie im Schnitt 30 Zentimeter vor ihrem Gesicht hielten.

 

Smartphone-Verbot ließ Silberblick verschwinden

Bei neun der Kinder führte ein zweimonatiges Smartphone-Verbot dazu, dass das Schielen aufhörte – daraus schlossen die Wissenschaftler, dass das Smartphone der Auslöser für den Silberblick war.

 

Was hilft gegen das Schielen durch das Smartphone?

Ihre Empfehlung lautet darum: Kinder sollten sich nicht länger als 30 Minuten am Stück mit ihrem Smartphone beschäftigen. Wenn erste Anzeichen eines Silberblicks auftreten, sollten Eltern sofort einen Arzt aufsuchen – und das Smartphone für längere Zeit verbannen.

Frühere Studien zeigten bereits, dass viel Zeit vor dem Bildschirm und wenig Zeit an der frischen Luft das Risiko für Kurzsichtigkeit bei Kindern erhöht. Mediziner raten Eltern darum, ihre Kinder dazu zu animieren, möglichst viel Zeit im Freien zu verbringen.

Hamburg, 22. April 2016

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