Laktoseunverträglichkeit: Wenn Milch auf den Magen schlägt

Redaktion PraxisVITA
Personen die unter einer Laktoseunverträglichkeit leiden, können laktosefreie Milch trinken
Viele Menschen leiden an einer Laktoseunverträglichkeit. Die meisten Supermärkte haben sich darauf eingestellt und verkaufen laktosefreie Produkte, wie zum Beispiel laktosefreie Milch © Fotolia

Eine Laktoseunverträglichkeit macht sich relativ schnell bemerkbar. Eben noch das Stück Sahnetorte gegessen – und schon eine Viertelstunde später kommen Bauchkrämpfe, Blähungen und Durchfall. Das sind typische Symptome einer Laktoseunverträglichkeit. Wir erklären, was hilft!

Gut zwölf Millionen Deutsche leiden an einer Laktoseunverträglichkeit. Das bedeutet, dass sie den in Milchprodukten enthaltenen Milchzucker Laktose nicht richtig verdauen können.

 

Laktoseunverträglichkeit - Atemtest gibt Klarheit

Feststellen lässt sich eine Laktoseunverträglichkeit am zuverlässigsten mit einem H2-Atemtest. Er ist unkompliziert und wird in der Arztpraxis durchgeführt. Dazu trinkt der Patient reinen in Wasser aufgelösten Milchzucker. Kann der Darm die Laktose nicht ausreichend aufnehmen, stoßen wir beim Atmen einen höheren Gehalt an Wasserstoff aus. Diesen Wert ermitteltder Arzt mit einem speziellen Atemgerät. Gleichzeitig beobachtet er, ob als Reaktion auf den Milchzucker Verdauungsbeschwerden wie Durchfall oder Blähungen auftreten.

 

Laktoseunverträglichkeit: Das können Sie essen

Bei einer Laktoseunverträglichkeit gibt es heute viele Alternativen zu den klassischen Milchprodukten: Ob Vollmilch, Käse, Quark oder Joghurt – alles ist in gut sortierten Supermärkten mittlerweile auch laktosefrei zu bekommen.  So auch laktosefreie Milch. Doch auch auf Reis-, Hafer- oder Sojamilch können sie ausweichen.

 

Hartkäse und Butter sind annähernd laktosefrei. Kleinere Mengen an Milchzucker werden ohnehin bei fast jeder Laktoseunverträglichkeit vertragen. Betroffene müssen austesten, wie empfindlich sie sind. Achtung: Oft sind Produkte als laktosefrei gekennzeichnet, die von Natur aus laktosearm oder -frei sind, wie Hartkäse, Wurst oder sogar Brot. Die gekennzeichnete Variante kostet dann mehr, bietet aber keinen weiteren Vorteil.

 

Kalzium steckt nicht nur in Milch

Gerade Menschen mit einer Laktoseunverträglichkeit sollten auf eine ausreichende Versorgung mit Kalzium achten. Denn das wertvolle Knochenmineral ist die beste Vorbeugung gegen Osteoporose. Es kommt in großen Mengen in Gemüse (Brokkoli, Fenchel, Lauch), Sesam, Mandeln oder Tofu vor. Auch Mineralwasser mit einem Kalziumgehalt von mehr als 150 mg/l ist ein erstklassiger Kalziumlieferant.

 

Laktoseunverträglichkeit: Geheime Laktose-Fallen

Nicht immer erkennen wir auf den ersten Blick, welche Produkte wir meiden sollten. So ist auch in Pralinen, Schokolade, Kuchen, Dessert-Cremes und vielen Fertigsoßen Laktose versteckt. Wenn wir mal auf eine laktosereiche Mahlzeit nicht verzichten möchten, etwa beim Restaurantbesuch, helfen Laktase-Tabletten aus der Apotheke.

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