Lag es am Frühstück? Frau wurden 200 Gallensteine entfernt

Verena Elson

Dieser Fund ließ die Ärzte einer Patientin aus China staunen: 200 Gallensteine befanden sich in ihrem Körper. Angeblich waren ihre unregelmäßigen Frühstücksgewohnheiten daran schuld – kann das sein?

Bereits seit zehn Jahren litt die 45-Jährige an Bauschmerzen, hatte sich wegen ihrer Angst vor Operationen jedoch nicht in Behandlung begeben. Mitte Juli hielt sie die Schmerzen schließlich nicht mehr aus und ließ sich in eine Klinik im chinesischen Hezhou einliefern.

Die Ärzte operierten sofort und konnten kaum glauben, welches Bild sich ihnen bot: Im Körper der Patientin befanden sich mehr als 200 Gallensteine, einige so groß wie Hühnereier. Die Chirurgen brauchten sechseinhalb Stunden, um alle Steine zu entfernen.

 

Kann unregelmäßiges Frühstück Gallensteine auslösen?

Die chinesischen Ärzte vermuteten, hinter der Bildung der Gallensteine stecke die Angewohnheit der Patientin, das Frühstück ausfallen zu lassen. Experten auf dem Gebiet halten diese Theorie jedoch für reine Spekulation. Tatsächlich sind die Ursachen für die Entstehung von Gallensteinen bislang nicht völlig geklärt. Mediziner gehen davon aus, dass sie in einer veränderten Zusammensetzung der Gallenflüssigkeit liegen. So haben Wissenschaftler herausgefunden, dass die Gallenflüssigkeit, in der sich Gallensteine bilden, auffällig viel Cholesterin enthält. Eine Erklärung für diese Veränderung ist bisher noch nicht gefunden.

Allerdings gibt es Faktoren, die die Bildung von Gallensteinen nachweislich begünstigen. So sind zwei Drittel aller Betroffenen Frauen. Die Wahrscheinlichkeit für eine Gallensteinbildung steigt ab dem 40. Lebensjahr deutlich an und auch eine familiäre Vorbelastung erhöht das Risiko. Weitere Risikofaktoren sind die Einnahme der Antibaby-Pille oder von Hormonersatzpräparaten in den Wechseljahren, eine Schwangerschaft, Diabetes und eine fettreiche Ernährung. Zudem treten Gallensteine bei stark übergewichtigen Menschen besonders häufig auf. Ob diese Faktoren bei der betroffenen Frau eine Rolle spielten, ist nicht bekannt.

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