Läuseshampoo: So werden Sie die Plagegeister los

Redaktion PraxisVITA
Kind mit Läusen
Kopfläuse sind nicht gefährlich, aber leicht übertragbar – Ihr Kind sollte bei Befall deshalb sofort mit Läuseshampoo behandelt werden © Fotolia

Gerade am Ende von Schulferien Ferien steigt bei vielen Familien die Angst: Hoffentlich gibt es nicht wieder Läuse-Alarm. Doch keine Panik! Mit Läuseshampoo werden Sie die kleinen Parasiten wieder los.

 

Läuseshampoo: Schnell mit der Behandlung beginnen

Birgit Nebe (40) aus der Lüneburger Heide hat erfahren, wie lästig Läuse sind. Ihren Sohn Tim (8) hatte es vor einiger Zeit erwischt. „Nach der Mitteilung der Schule habe ich Tims Kopf untersucht, aber erst nichts gesehen", erzählt sie. Es waren wohl noch zu wenige. Ein paar Tage später klagte Tim über Kopfjucken. Prompt fand seine Mutter weiße Pünktchen auf den Haaren: Nissen, also die Eier der Läuse. „Wir waren total geschockt", so Birgit. Tim bekam für eine Woche ein Attest, damit seine Mutter mit einem Läuseshampoo den Kampf gegen die Plagegeister aufnehmen konnte.

 

Läuseshampoo regelmäßig anwenden

Zunächst habe ich Tim die Haare mit einem Läuseshampoo gewaschen. Und meine vorsichtshalber gleich mit", erzählt Birgit. Außerdem kämmte sie Tim täglich mit einem Nissenkamm. „Weil er glatte Haare hat, ging es recht gut, dauerte aber trotzdem jeweils eine halbe Stunde." Was Birgit an den Rand der Verzweiflung brachte, waren die Begleit-Maßnahmen: „Stofftiere, Kleidung, Kissen – alles habe ich entweder mit Spezialwaschmittel gewaschen oder in Plastiktüten gepackt in die Gefriertruhe gesteckt", erinnert sich Birgit. Nach 14 Tagen war der Spuk vorbei, die Läuse besiegt. Seither gab es noch etliche Warnungen. Und jedes Mal zuckt Birgit zusammen. Ihre große Bitte: „Alle Eltern sollten die Sache ernst nehmen und sorgfältig vorgehen. Nur dann kommt es nicht immer wieder zu neuen Infektionen."

 

Übertragung von Läusen

Bei engem Kontakt wandern Läuse von Kopf zu Kopf. Die Übertragung kann aber auch über Kleidung an der Garderobe, über Kämme oder Bettwäsche stattfinden. Mangelnde Hygiene hat nichts damit zu tun.

 

Entwicklungsstadien von Läusen

Ein Laus-Weibchen legt täglich bis zu zehn Eier. Nach acht bis zehn Tagen schlüpfen aus diesen Nissen Larven. Diese wiederum sind innerhalb von neun bis zwölf Tagen geschlechtsreif. Die Nissen werden perlenschnurartig am Haarschaft abgelegt. Mit Wasser oder normalem Shampoo lassen sie sich nicht entfernen. Zu Beginn sind Läuse kaum zu sehen. Sie fallen dann am ehesten durch juckende Stiche auf.

 

Läuseshampoo vertreibt die Plagegeister

Shampoos mit Insektiziden sind zwar wirksam. Aber vielfach bilden sich Resistenzen. Außerdem möchten viele Eltern keine Giftstoffe einsetzen. Sehr empfehlenswert ist ein Läuseshampoo mit dem Wirkstoff Dimeticon. Sie sind giftfrei, wirken rein physikalisch, indem sie die Atmung der Läuse und Nissen lahmlegen. Für diese frei verkäuflichen Mittel können Ärzte seit Kurzem für Kinder bis zwölf Jahren ein Rezept ausstellen. Ein Spezialkamm hilft, die Haare von Nissen zu befreien, erleichtert die spätere Kontrolle.

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