Lässt sich einer bipolaren Störungen vorbeugen?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Es ist bis heute nicht geklärt, ob es möglich ist, die Entstehung von psychischen Störungen, und damit auch bipolaren Störungen, zu verhindern. Es ist aber für betroffene Menschen oder Menschen mit einem erhöhten Risiko, an einer bipolaren Störung zu erkranken möglich, dieses Risiko zu senken bzw. erneute Episoden zu verhindern und den Verlauf der Erkrankung so günstig zu beeinflussen.

  • Suchen Sie sich einen Arzt oder Therapeuten, dem Sie vertrauen und mit dem Sie über alle Aspekte ihrer Erkrankung sprechen können. Nur wenn Sie sich nicht aus Angst oder Schamgefühl scheuen, alles was Ihnen wichtig erscheint anzusprechen oder zu erfragen, kann die Behandlung dauerhaft Erfolg haben. 
  • Versuchen Sie, Ihre Erkrankung zu akzeptieren und offen mit ihr umzugehen. Scheuen Sie sich nicht davor, Freunde und Angehörigen über Ihre Erkrankung zu informieren. Je besser Sie und Ihre Angehörigen über die Erkrankung informiert sind, desto leichter lassen sich Rückfälle vermeiden. Ihre Angehörigen können Ihnen außerdem wichtigen Rückhalt und emotionale Unterstützung geben.
  • Versuchen Sie zusammen mit Ihrem Arzt oder Psychotherapeuten, ihre persönlichen Stressfaktoren zu identifizieren und diese zu reduzieren. Hierbei sind Entspannungstechniken wie zum Beispiel Yoga oder autogenes Training sehr hilfreich.
  • Bitten Sie Freunde oder Angehörige, Sie darauf aufmerksam zu machen, wenn ihnen Veränderungen in Ihrem Verhalten oder Ihrer Stimmung auffallen.
  • Für eine erfolgreiche Behandlung ist es sehr wichtig, dass Sie ihre Medikamente regelmäßig einnehmen, und zwar auch, wenn Sie sich bereits viel besser fühlen. Sollten Sie bezüglich der Medikamente Bedenken haben oder diese nicht vertragen, setzen Sie diese auf keinen Fall eigenständig ab, sondern sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Er wird versuchen, die Therapie optimal auf Ihre Bedürfnisse abzustimmen. Je mehr Rückmeldung er dabei von Ihnen bekommt, desto besser wird das gelingen.
  • Viele Betroffene aber auch Angehörige empfinden es als Erleichterung, sich mit anderen Betroffenen über ihre Sorgen, Probleme und Ängste austauschen zu können. Dies ist zum Beispiel in Selbsthilfegruppen möglich. Sollten Sie nicht in der Lage sein, eine Selbsthilfegruppe persönlich aufzusuchen, bietet das Internet eine Vielzahl von virtuellen Selbsthilfegruppen, Chats und Foren. Ihr Arzt kann Ihnen bei der Suche nach den entsprechenden Ansprechpartnern und Adressen behilflich sein.
  • Ernähren Sie sich möglichst gesund und abwechslungsreich, essen Sie regelmäßig Obst und Gemüse und vermeiden Sie fette Speisen. Manche Medikamente, die Sie zur Behandlung Ihrer bipolaren Störung einnehmen müssen, können zu einer Gewichtszunahme führen. Übergewicht ist nicht nur gesundheitsschädigend, sondern belastet darüber hinaus ihr Selbstwertgefühl. 
  • Bewegen Sie sich regelmäßig und suchen Sie sich sportliche Aktivitäten, die Ihnen Spaß machen. Schon wenn Sie nur zwei- bis dreimal in der Woche für 30 Minuten Sport treiben, hat das positive Auswirkungen auf ihre Gesundheit. Besonders Aktivitäten im Freien, bei denen Sie sich dem Sonnenlicht aussetzen, wie z. B. Spaziergänge oder Fahrradtouren, wirken stressreduzierend und beugen Depressionen vor.
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