Lässt sich einem Bänderriss vorbeugen?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung
  7. 7. Das sagt der Experte

Einem Bänderriss können Sie nicht sicher vorbeugen. Sie können jedoch einiges tun, um die Wahrscheinlichkeit von Bandverletzungen zu verringern. Wichtigste Maßnahme zur Vorbeugung eines Bänderrisses: Bleiben Sie aktiv, indem Sie regelmäßig Sport treiben.

Dabei sollten Sie nicht nur darauf achten, Ihre Kondition aufzubauen oder Ihre Gesundheit insgesamt zu stärken. Achten Sie vor allem auch auf Ihre Bewegungsqualität, also welche Bewegungen Sie wie ausführen. Lassen Sie sich gegebenenfalls von ausgebildeten Trainern in der jeweiligen Sportart technisch schulen. Alternativ dazu können Sie sich in Ratgebern zu Ihrer Sportart informieren. Die richtige Ausführung hilft Ihnen dabei, über den Bänderriss hinaus alle möglichen Formen von Sportverletzungen zu vermeiden.   

Auch können Sie durch spezifische Koordinations- und Kräftigungsübungen einem Bänderriss vorbeugen. Hierbei wird die Muskulatur aufgebaut und gekräftigt, die den Gelenkbereich umgibt. Die so gekräftigte Muskulatur sorgt für zusätzliche Stabilität. Das Risiko eines Umknickens oder Verdrehens verringert sich, da aktive Bänder und kräftige Muskeln unnatürlichen Gelenkbewegungen entgegenwirken und diese im Idealfall gar nicht erst zulassen.

Mithilfe gut angepasster Schuhe lässt sich einem Bänderriss effektiv vorbeugen
Mithilfe gut angepasster Schuhe lässt sich einem Bänderriss effektiv vorbeugen – beim Joggen ist das besonders wichtig© Fotolia

Auch die passende Sportausrüstung kann einem Bänderriss vorbeugen helfen. So sollten Läufer darauf achten, Laufschuhe mit niedrigen Absätzen zu verwenden. Die im Fachjargon als Sprengung bezeichnete Höhendifferenz zwischen Vorfuß und Ferse sollte möglichst niedrig ausfallen. Darüber hinaus können Läufer bestimmte Formen von Laufschuhen nutzen, die durch ihre Sohlenbeschaffenheit einen unmittelbaren Bodenkontakt zulassen (z. B. Barfußschuhe) und ein Umknicken unwahrscheinlich machen. Bei der Wahl des passenden Laufschuhs sollten Sie sich so oder so in einem entsprechenden Lauf-Fachgeschäft kompetent beraten lassen und gegebenenfalls eine Laufanalyse durchführen.

Falls Sie Basketball spielen, gilt: Sie haben ein erhöhtes Risiko, umzuknicken. Um einem Bänderriss vorbeugen zu können, sollten Sie daher Sportschuhe tragen, deren Schaft über den Knöchel hinaus erhöht ist und dem Sprunggelenk zusätzlichen Halt gibt. Auch hier sollten Sie sich in einem Sportfachgeschäft beraten lassen, bevor Sie Ihre Wahl treffen. Fußballspieler erleiden überdurchschnittlich oft einen Kreuzbandriss. Sie sollten sich für Fußballschuhe mit einer vergleichsweise geringen Stollenbreite und -tiefe entscheiden. Hier gilt paradoxerweise: Je geringer die Griffigkeit, desto niedriger das Risiko eines Kreuzbandrisses. Der Grund: Je stabiler und fester die Stollen in den Rasen greifen, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass der Fuß plötzliche Bewegungsänderungen des Körpers nicht schnell genug mitmachen kann. Durch die entstehende Krafteinwirkung muss sich das Kniegelenk in sich verdrehen. Bänderdehnungen oder -risse im Kniegelenk können die Folge sein.

Das sagt der Experte
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