Lässt sich Alzheimer vorbeugen?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Methoden, die gezielt Alzheimer vorbeugen, gibt es derzeit nicht. Es gibt jedoch eine Reihe von Faktoren, die das Risiko einer Demenz im Alter verringern. PraxisVITA erklärt, wie Sie Ihr Erkrankungsrisiko senken können.

 

Ein gesunder Lebensstil kann das Alzheimer-Risiko mildern

So ist es hilfreich, auf einen gesunden Lebensstil zu achten. Denn erhöhte Cholesterinwerte, Übergewicht, zu hoher Blutdruck, Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum können eine Demenzerkrankung fördern. Eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung sind eine also Methode, mit der sich eher Alzheimer vorbeugen lässt. Es ist bekannt, dass ältere Menschen, die sich fettarm sowie vitamin- und ballaststoffreich ernähren und sich regelmäßig körperlich betätigen, seltener an einer Demenz erkranken. Wichtig bei Alzheimer sind zum Beispiel die Vitamine A, C und E, da sie freie Radikale abbauen, die Nervenzellen schädigen. Karotten und Spinat sind zum Beispiel reich an Vitamin A, Zitrusfrüchte reich an Vitamin C und pflanzliche Öle, Nüsse, Vollkorngetreide oder Sellerie und Grünkohl liefern Vitamin E.

Alzheimer
Geistige und körperliche Betätigung sind eine gute Methode, mit der sich Alzheimer vorbeugen lässt© Fotolia

Hilfreich sind auch Omega-3-Fettsäuren, die zum Beispiel in Thunfisch, Makrele oder Rotbarsch enthalten sind, denn sie stabilisieren und vermehren Kontakte zwischen Nervenzellen im Gehirn. Des Weiteren kann eine folsäurehaltige Ernährung hilfreich sein, denn sie kann den Homocystein-Spiegel im Blut senken: Homocystein ist eine Aminosäure und steht in engem Zusammenhang mit Alzheimer. Folsäurehaltige Lebensmittel sind zum Beispiel Brokkoli, Endiviensalat, Spinat oder Hühnerleber. 

 

Körperliche und geistige Aktivität sind wichtig, um Alzheimer vorbeugen zu können

Neben der Ernährung ist auch körperliche Aktivität wichtig, um Alzheimer vorbeugen zu können. Denn regelmäßige Bewegung hält nicht nur körperlich fit, sondern regt auch den Stoffwechsel im Gehirn an. Empfohlen sind dreimal wöchentlich 30 Minuten Sport wie Laufen oder Schwimmen. Sollte dies nicht möglich sein, sind auch tägliche Spaziergänge oder spezielle Gymnastik eine Alternative. Oftmals bieten Vereine auch spezielle Sportangebote für Senioren an – das ist zusätzlich eine Chance, soziale Kontakte zu pflegen.

Kreuzworträtsel trainieren das Gehirn

Auch im höheren Alter ist die geistige Fitness wichtig, wenn Sie Alzheimer vorbeugen möchten. Bleiben Sie geistig aktiv und trainieren Sie das Gedächtnis und die Konzentration. Eine Möglichkeit dazu ist zum Beispiel das Erlernen eines Musikinstruments oder einer Fremdsprache. Dazu ist es auch im hohen Alter nicht zu spät. Auch Kreuzworträtsel oder Knobelspiele wie Sudoku sind weitere Möglichkeiten, das Gehirn zu trainieren. Um geistig fit zu bleiben, sind soziale Kontakte sehr wichtig – in jedem Alter. Der Austausch mit anderen fördert zum Beispiel Emotionen, das Sprachvermögen oder das Kurzzeitgedächtnis. Eine Möglichkeit hierzu sind zum Beispiel Unternehmungen mit Familie oder Freunden, oder belegen Sie einen Kurs an der Volkshochschule, die eine Vielzahl an Kursen anbieten.

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