Längsrillen in den Fingernägeln: Was steckt dahinter?

Michelle Kröger

Deutlich sichtbare Längsrillen in den Fingernägeln? Keine Seltenheit. Viele Menschen haben mit diesem unschönen Makel zu kämpfen. Doch was bedeuten Längsrillen in den Fingernägeln eigentlich wirklich? Und was kann man dagegen tun? Wir verraten es Ihnen.

Fingernägel mit Längsrillen
Bei Längsrillen in den Fingernägeln handelt sich oftmals um einen normalen Alterungsprozess unseres Körpers oder um eine genetische Veranlagung Foto:  Toa55
Inhalt
  1. Was sind Rillen in den Fingernägeln?
  2. Wie entstehen Längsrillen bzw. Querrillen in den Fingernägeln?
  3. Wann sollte man mit Längsrillen in den Fingernägeln zum Arzt gehen?
  4. Was tun bei Längsrillen in den Fingernägeln?
 

Was sind Rillen in den Fingernägeln?

Unter Rillen in den Fingernägeln versteht man Vertiefungen auf dem Nagel bzw. auf der Nagelplatte. Bei Längsrillen besteht meist kein Grund zur Sorge. Es handelt sich oftmals um einen normalen Alterungsprozess unseres Körpers oder um eine genetische Veranlagung. Diese länglichen Vertiefungen verlaufen vom Rand bis zum Ende des Nagels. Längsrillen sind bei jedem Menschen unterschiedlich stark ausgeprägt. Auch die Ursache spielt dabei eine Rolle.

Rille ist nicht gleich Rille: Die Längsrillen sind von den Querrillen zu unterscheiden. Querrillen gehen, wie der Name schon sagt, quer über den Nagel. Sie treten häufig in Folge einer Erkrankung oder einer Verletzung der Nagelwurzel auf (z.B. durch eine falsche Maniküre).

 

Wie entstehen Längsrillen bzw. Querrillen in den Fingernägeln?

Rillen in den Fingernägeln sind keine Seltenheit. Sehr viele Menschen bemerken bei sich diese harmlosen, jedoch meist unästhetischen, Längsrillen. Erkrankungen sind hier meist nicht der Auslöser. Zu den häufigsten Ursachen von Längsrillen gehören:

  • Fortgeschrittenes Alter (ab ca. 35 Jahre)
  • genetische Veranlagung
  • Flüssigkeitsmangel

Querrillen können zum Beispiel die Folge einer langfristig falschen Maniküre sein, die das Nagelwachstum schädigt. Meistens handelt es sich jedoch um eine Begleiterscheinung einer Erkrankung. Zu den möglichen Ursachen von Querrillen gehören:

  • Grippe mit (hohem) Fieber
  • Sonstige Infektionen
  • Hormonschwankungen
  • Schilddrüsenstörung
  • Neurodermitis
  • Stoffwechselstörungen
  • Magen-Darm-Störungen
  • Depressionen
  • Spezielle Medikamente (z.B. Antibiotika oder Krebsmedikamente)
  • unterbrochenes Nagelwachstum (z.B. durch eine OP am Finger oder Maniküre-Fehler)

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Wann sollte man mit Längsrillen in den Fingernägeln zum Arzt gehen?

Da es sich bei Längsrillen um ein überwiegend harmloses (und erblich bedingtes) Symptom handelt, muss in der Regel kein Arztbesuch erfolgen. Es ist zwar ein unästhetisches Problem, jedoch kein gesundheitsgefährdendes.

Querrillen kommen am häufigsten bei einer Verletzung der Nagelwurzeln vor. Doch auch hier muss nur äußerst selten ein Mediziner hinzugezogen werden. Meistens verschwinden die unschönen Rillen nach ein paar Tagen wieder von allein. Auch Querrillen, die eine Magen-Darm-Störung oder Grippe als Auslöser haben, verschwinden meist wieder zügig von selbst. Sollten die Rillen die Folge einer Krankheit sein, so ist zu beobachten, ob sich neben dieser Beschwerde noch andere Symptome bemerkbar machen. Suchen Sie vorsichtshalber einen Arzt auf.

 

Was tun bei Längsrillen in den Fingernägeln?

Wer sich mit den harmlosen Rillen in den Fingernägeln sehr unwohl fühlt, der kann regelmäßig eine Kosmetikerin bzw. ein Nagelstudio aufsuchen und der Optik ein wenig nachhelfen.

Eine medikamentöse Therapie bei Längs- oder Querrillen gibt es nicht. Häufig wird jedoch zu einer ausgewogenen Ernährung geraten, um den Organismus mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Betroffene sollten auch besonders darauf achten, über den Tag verteilt ausreichend Flüssigkeit (Wasser) zu sich zu nehmen. Folgende Nährstoffe können den Zustand der Nägel beeinflussen:

  • Biotin bzw. Vitamin B7 (z.B. in Sojabohnen, Haferflocken und Nüsse)
  • Vitamin B5 (z.B. in Avocados, Pilze, Pinienkerne, Vollkornprodukte)
  • Vitamin A (z.B. in Spinat, Karotten, Grünkohl, Kürbis)
  • Eisen (z.B. in Weizenkleie, Sesam, Kürbiskernen und Leinsamen)
  • Zink (z.B. in Walnüssen, Pilzen und Linsen)

Sollten die Rillen durch Stresssituationen oder Depressionen entstanden sein, eignen sich neben psychotherapeutischen Maßnahmen auch etwa Yoga, Pilates oder Meditation. Denn: Stressbedingte Rillen verschwinden wieder von allein, ja, einfach wenn wieder ein wenig Ruhe in Geist und Körper eingekehrt ist. Genehmigen Sie sich also regelmäßige Pausen vom Alltag.

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