Länger leben durch eine gute Nachbarschaft

Nachbarschaft wichtig für Gesundheit
Ein gutes Verhältnis zu den Nachbarn beeinflusst unsere Gesundheit ebenso stark wie Lärm oder Verschmutzung in unserem häuslichen Umfeld © Fotolia

Für Männer ist es besonders wichtig, sich mit seinen Nachbarn gut zu stellen stellt, verlängert damit womöglich sein Leben – das zeigen US-amerikanische Forscher in einer aktuellen Studie. Praxisvita hat für Sie die Fakten.

Unter Medizinern ist bereits länger bekannt, dass Menschen mit einem funktionierenden sozialen Netzwerk aus Familie und Freunden glücklicher und gesünder sind. Nun fanden Forscher der University of Michigan in einer aktuellen Untersuchung heraus, dass auch die Beziehung zu den Nachbarn einen direkten Einfluss auf unsere Gesundheit hat.

 

Weniger Herzinfarkte und ein längeres Leben

Ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis verringert nach Aussagen der Forscher das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden um rund 17 Prozent. Menschen, die sich mit ihrem Nachbarn gut stellen, seien deswegen nicht nur gesünder, sondern würden auch länger leben.

Für die Studie wurden 5.276 erwachsene Probanden seit 2006 gesundheitlich überwacht. Vor allem die Gefahr von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wurde dabei berücksichtigt. Gleichzeitig erfassten die Forscher Daten darüber, wie wohl sich die Probanden in ihrer häuslichen Umgebung fühlten. In einem speziellen Fragebogen mussten sie alle zwei Jahre ausführliche Angaben darüber machen, ob sie z.B. mit ihren Nachbarn Streit hätte, ob man sich in der Nachbarschaft gegenseitig hilft oder ob den Nachbarn vertraut wird.

 

Männer leiden mehr unter schlechten Nachbarn

Insgesamt erlitten während des Untersuchungszeitraums von 148 Probanden einen Herzinfarkt. Männer waren davon durchschnittlich um rund 20 Prozent häufiger betroffen als Frauen.

Der Einfluss des nachbarschaftlichen Verhältnisses auf die Gesundheit der Versuchsteilnehmerwurde auf Grundlage dieser Informationen ermittelt. Der Grund für die erhöhten kardiovaskulären Risiken durch eine schlechte Beziehung mit dem Nachbarn, ist nach Aussagen der Forscher vor allem die Ausschüttung von sogenannten Stresshormonen, wie Kortisol, Dopamin, Adrenalin oder Noradrenalin.

Hamburg, 21. August 2014

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