Kurkuma schützt vor Arteriosklerose

Carolin Banser
Kurkuma – der gelbe Ingwer
Mehrere Studien haben gezeigt: Kurkuma ist ein wirksames Heilmittel bei der Behandlung von Arteriosklerose © Fotolia

Arteriosklerose stellt das höchste Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle dar. Forscher entdeckten jetzt, dass Kurkumaextrakt die Gefäßverengung mindern kann. Erfahren Sie hier alle Hintergründe.

 

Kurkuma – der gelbe Ingwer

Ob Currymischungen, Worcestersauce, Senf oder Essig – Kurkuma kommt in vielen Zutaten vor. Gelbwurz ist eine hochwirksame Naturarznei und wird auch häufig als gelber Ingwer bezeichnet. Mehrere Studien bestätigen, dass Kurkuma bei Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis, Bluthochdruck, Diabetes genauso oder sogar besser wirkt als zahlreiche Medikamente. Wie sich gezeigt hat, können viele dieser häufigsten chronischen Krankheiten mit Kurkuma verhindert, behandelt und sogar geheilt werden. Eine neue Studie hat jetzt untersucht, ob Gelbwurz auch das Herz schützen kann.

 

CRP – Entzündungswert als Warnsystem

Entzündungsprozesse spielen in der Arteriosklerose-Entstehung eine entscheidende Rolle. Einer der bekannten Risikofaktoren ist das C-reaktive Protein (CRP ) – ein Eiweißstoff, der in der Leber gebildet wird. In der Medizin gilt CRP als äußerst zuverlässiger und frühzeitiger Indikator für entzündliche gewebszerstörende Prozesse. Ergebnisse einer Analyse belegen, dass polyphenolische Inhaltsstoffe (sekundäre Pflanzenstoffe, die eine arterielle Verkalkung hemmen) aus der Gelbwurz, die sogenannten Curcuminoide (die gelben Pigmente der Pflanze) zu einer Verringerung dieser CRP-Werte im Blut beitragen. Dieser Effekt ist von der Bioverfügbarkeit der Curcuminoide – der Verwertbarkeit des Nährstoffs für den Körper – und deren Anwendungsdauer abhängig.

 

Studien zur Behandlung von Arteriosklerose

Für die Untersuchung wurden Daten aus sechs Studien mit 342 Teilnehmern und einer Anwendungsdauer von sechs Tagen bis zu drei Monaten ausgewertet. Unter Curcuminoid-Gabe kam es im Vergleich zu Placebo zu einer deutlichen Senkung der CRP-Werte. Sichtbare Effekte traten nur in denjenigen Studien auf, bei denen Präparate mit einer verbesserten Bioverfügbarkeit und länger als vier Wochen verwendet wurden. Als möglicher Wirkmechanismus kommt u.a. die Hemmung eines entzündungsfördernden Transkriptionsfaktors – der genetische Information von einer der beiden DNA-Stränge auf die RNA überträgt – in Frage. Die Freisetzung entzündungsfördernder Eiweiße könnte aber auch über Interaktionen der Curcuminoide mit weiteren Transkriptionsfaktoren und Rezeptoren unterdrückt werden.

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