Kürbis schmeckt bitter: Vorsicht giftig – diese Kürbissorten sind schädlich

Aus Hokkaidos, Butternuts und Co. lassen sich viele tolle Gerichte zaubern. Aber Kürbisse können auch hochgradig giftig sein. Ein deutliches Warnzeichen ist es, wenn der Kürbis bitter schmeckt. Warum das so ist und welche Kürbissorten besonders giftig sind.

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Sie haben einen hohen Gehalt an zellschützenden Antioxidantien und liefern viel Kalium, Magnesium und Folsäure: Keine Frage – Kürbisse sind gesund. Das gilt jedoch nicht für alle Sorten. Manche Kürbisse sind giftig und sollten daher niemals auf dem Teller landen.

Durch Cucurbitacine werden Kürbisse giftig

In Kürbissen kommen natürlicherweise sogenannte Cucurbitacine vor. Die Bitterstoffe schützen Kürbisse vor Fressfeinden – für Menschen sind sie giftig; der Verzehr ruft Vergiftungserscheinungen mit folgenden Symptomen hervor:

  • Schleimhautreizungen
  • Kopfschmerzen
  • Herzrasen
  • Übelkeit
  • Magenkrämpfe
  • Durchfall
  • Erbrechen

Der Kürbis schmeckt bitter: Giftige Kürbisse an Geschmack erkennen

Als Beilage, Suppe oder Kuchen – Kürbisse können vielseitig eingesetzt werden. Je nach Gericht und Sorte nehmen sie einen anderen Geschmack an. Vorsichtig sollten Sie aber bei einem bitteren Kürbis sein. Denn das ist ein Zeichen dafür, dass er Cucurbitacine enthält.

Weil sich die Bitterstoffe in dem Geschmack niederschlagen, ist ein giftiger Kürbis leicht zu erkennen. Auf der sicheren Seite sind Sie somit, wenn Sie vor der Verarbeitung ein kleines Stück des rohen Kürbisses probieren, wie das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) empfiehlt. Nehmen Sie einen bitteren Geschmack wahr, wissen Sie, dass der Kürbis giftig ist und sollten ihn direkt entsorgen.

Giftige Kürbisse können gefährlich werden

Wie schwer die Lebensmittelvergiftung ist, hängt vor allem von der Menge an Cucurbitacinen ab, die in den Körper gelangt. Mit dem Reifegrad nimmt der Gehalt an Bitterstoffen im Kürbis zu. Ab einer Menge von etwa 300 Milligramm können die Bitterstoffe zum Kreislaufversagen führen und so tödlich enden. Kinder, ältere und vorerkrankte Menschen seien besonders gefährdet, wie das Bundeszentrum für Ernährung auf seiner Seite schreibt.

Gut zu wissen: Auch in anderen Kürbisgewächsen wie in Zucchinis und Gurken stecken die giftigen Bitterstoffe. Deswegen sollte auch bei diesen Gemüsesorten der Geschmack begutachtet werden.

Giftige Kürbissorten: Welche Kürbisse sollten nicht verzehrt werden?

Die meisten kultivierten Kürbisse, die im Supermarkt oder beim Bauern verkauft werden, sind frei von Cucurbitacinen – die Bitterstoffe wurden herausgezüchtet. Ein Restrisiko besteht laut Bundeszentrum für Ernährung durch „spontan auftretende Rückmutationen“. In größeren Mengen sind die Bitterstoffe hingegen in Zierkürbissen enthalten, die nicht für den Verzehr geeignet sind.  

Das Risiko, an einen giftigen Kürbis zu kommen, betrifft deswegen vor allem Hobbygärtner, die sowohl Speise- als auch Zierkürbisse züchten. In diesem Fall ist es möglich, dass es zu einer unbeabsichtigten Kreuzung kommt, erklärt das BZfE. Zudem gibt es Kürbisse, die nur im reifen Zustand giftig sind und deswegen im jungen Reifegrad problemlos verzehrt werden können, das gilt z.B für den Flaschenkürbis. Bestimmte Kürbissorten sollten hingegen gar nicht verzehrt werden.

Diese Kürbisse sind giftig

  • Speckled Swan
  • Bicolor Pear
  • Turbankürbis
  • Schwanenhals
  • Lagenaria Siceraria

Kürbis selber ziehen: So verhindern Sie, dass der Kürbis giftig wird

Selbstgezüchtete Kürbisse bergen ein vergleichsweise höheres Risiko, giftig zu sein. Hobbygärtner können es aber minimieren, indem sie Zier- und Esskürbisse strikt getrennt voneinander züchten und Saatgut im Fachhandel erwerben. Außerdem sollten Maßnahmen gegen Schädlingsbefall ergriffen werden – denn das kann die Freisetzung der Bitterstoffe in Kürbissen aktivieren und sie giftig werden lassen.

Quellen:

Kürbisse: Gesund essen, in: bzfe.de (Bundeszentrum für Ernährung)

Kürbisse: Verbraucherschutz, in: bzfe.de