Kürbis - der gesunde Alleskönner

Man kann ihn auf unterschiedlichste Weise als Gericht zubereiten. Doch der Kürbis schmeckt nicht nur gut, er kann auch viele Erkrankungen lindern.

Kürbis mildert die Beschwerden einer Reizblase
Kürbis mildert die Beschwerden einer Reizblase© Fotolia
 

Kürbis: Anwendung und Heilwirkung

Definition Kürbis

Bezeichnung: Cucurbita pepo Familie: Kürbisgewächse Gattung: Kürbisse        

Als pflanzliche Arzneimittel dienen die Kürbissamen oder Kürbiskerne zur Behandlung einer gutartig vergrößerten Prostata und der damit einhergehenden Harnwegsbeschwerden. Die medizinische Anwendung von Kürbissamen wurde durch die Kommission E (BfArM/BGA) geprüft. Als gesichert gelten die Anwendungsgebiete Reizblase sowie Beschwerden beim Wasserlassen infolge einer gutartig vergrößerten Prostata.

Dabei werden durch den Kürbis lediglich die Beschwerden gelindert, die Vergrößerung der Prostata selbst wird nicht geheilt. Eine ausreichendhohe Wirkstoffkombination liegt gängigen Fertigarzneimitteln vor.

 

Im Kürbis enthaltene Wirkstoffe

Cucurbitin, Curminoide, Spurenelemente, Phytosterole, Tocopherole, Vitamin E

 

Verbreitung

Die Heimat des Gartenkürbisses ist der Norden Lateinamerikas und der Süden der USA. Kultiviert wird er inzwischen allerdings auch in Kleinasien und Mitteleuropa. Die Tropenpflanze reagiert empfindlich auf Frost und bevorzugt warme Standorte. In Deutschland pflanzt man Kürbisse in der Regel erst Mitte Mai im Freiland.

 

Botanik

Kürbiskerne gegen Reizblase
Die Samen der Kürbisse enthalten Stoffe, die bei Männern das Hormon-Gleichgewicht in der Prostata begünstigen© Fotolia

Der Gartenkürbis ist eine einjährige krautige Pflanze. Sie wächst kriechend oder kletternd und dehnt sich dabei bis zu 10 Meter aus. Die Blätter des Kürbisses sind rau. Sie sind lang gestielt und werden leicht über 50 Zentimeter breit. Der Kürbis blüht im Sommer zwischen Juni und August. Die Blüten des Kürbisses sind groß und leuchtend gelb, mit einer Krone von 7 bis 10 Zentimetern im Durchmesser. Es bilden sich erst die männlichen, dann die weiblichen Blüten. Nur bei gleichzeitigem Blühen beider ist eine Befruchtung möglich.

Aus den weiblichen Blüten bildet sich dann die orange bis gelb leuchtende Beere als Frucht. Deren Form ist rundlich bis länglich. Bei einem Durchmesser von bis zu 40 Zentimetern sind Gewichte auch über 30 Kilogramm keine Seltenheit. In einem Hohlraum des Fruchtfleisches befinden sich weiße, fingernagelgroße Samen, die Kürbiskerne.

 

Kürbis - so wird er noch genannt

Gartenkürbis, Plutzer (österr.)

Wissenswertes über den Kürbis

Der aus den USA bekannte Brauch, zu Halloween einen Kürbis auszuhöhlen und Fratzen und Gesichter hinein zu schnitzen, stammt eigentlich aus Irland. Er erinnert an Jack Oldfield, einen berüchtigten Verbrecher. Dieser soll den Teufel ausgetrickst haben und so nach seinem Tod weder in den Himmel noch in die Hölle gekommen sein. Der Teufel erbarmte sich und gab ihm eine Rübe und ein Licht, um in der Dunkelheit zwischen Himmel und Hölle hin und her zu wandern. Heute nennt man die so bearbeiteten Kürbisse auch Jack O’Lantern.

Als Gemüse hat Kürbis hat ein feines mildes, Aroma und schmeckt als Suppe oder Beilage. Der Gartenkürbis ist im Handel in unterschiedlichen Sorten erhältlich. Hierzu zählen auch Zucchini und unterschiedliche Formen von Zierkürbissen.

Der Kürbis war in Österreich Arzneipflanze des Jahres 2005.

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