Kribbeln im Kopf: Was bedeutet das?

Es fühlt sich an, als würden Tausende Ameisen im Schädel ihr Unwesen treiben. Dieses ziemlich unangenehme und lästige Kribbeln im Kopf kann Betroffene fast wahnsinnig machen – und ratlos: Was kann es bedeuten, wenn es im Kopf kribbelt?

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Kribbeln im Kopf: Was ist das?

Mediziner sprechen beim Kribbeln im Kopf von einer sogenannten Parästhesie. Eine P­­arästhesie kann auftreten, wenn ein Nerv mehr als sonst unter Druck steht. Sie kann akut, kurzfristig und chronisch sein. Das prickelnde oder juckende Gefühl kann im Prinzip am ganzen Körper auftreten – und auch im Bereich des Kopfes. Beispielsweise auf der Kopfhaut, am Vorder- oder Hinterkopf, an der Stirn oder auch im Gesicht.

Wie macht sich das Kribbeln im Kopf bemerkbar?

Tausend Stecknadeln, wie in Watte gehüllt, ein dumpfer Schmerz – so beschreiben Betroffene einer Parästhesie ihre Symptome. Unterschiedlicher könnten die Erfahrungsberichte gar nicht sein. Der eine verspürt ganz viele kleine, punktuelle Stiche, der andere hingegen einen Juckreiz über die gesamte Kopfhaut.

Auf diese verschiedenen Arten kann sich eine Parästhesie bemerkbar machen:

  • Kribbeln im Kopf, Gesicht und am Nacken

  • Taubheitsgefühl

  • Wahrnehmungsstörungen

  • Missempfindungen

  • Schmerzen

  • Sehstörungen

  • Übelkeit

  • Schwindel

  • Hautreaktionen

  • Gestörtes Wärmeempfinden

Kribbeln auf der Kopfhaut: Ursachen oft harmlos

Ein möglicher Auslöser für das Kribbeln im Kopf oder auf der Kopfhaut ist Stress. Extreme Belastung und hoher Leistungsdruck können zu Muskel- oder Nervenverspannungen führen und auf diese Weise Nervenprobleme ebenso wie Durchblutungsstörungen verursachen.

Ein weiterer Grund für das Kribbeln im Kopf kann ein Nährstoffmangel durch einseitige Ernährung sein. Fehlt es dem Körper an wichtigen Nährstoffen wie z.B. Eisen, Folsäure oder Vitamin B, sendet er Signale – unter anderem in Form von lästigem Jucken oder Brennen der Kopfhaut.

Auch Kälte kann ein Taubheitsgefühl am gesamten Körper hervorrufen. Häufig wird von “eingeschlafenen” Körperteilen gesprochen, was nichts anderes beschreibt, als nicht ausreichend durchblutete Gliedmaßen. Außerdem können Nebenwirkungen von Medikamenten Auslöser für das lästige Kribbeln am Kopf sein.

Neurologische Erkrankungen wie Parkinson, Epilepsie oder Multiple Sklerose sind als Ursprung akuter, kurzfristiger und chronischer Parästhesie zwar möglich. Wie Tumore und hormonelle Störungen zählen diese aber zu den seltenen Ursachen.

Kribbeln im Kopf und Schwindelgefühl: Symptome einer Gehirnerschütterung

Neben diesen eher als harmlos eingestuften Ursachen kann das schmerzhafte Kribbeln auch durch einen Unfall hervorgerufen werden. Folgen eines harten Aufpralls können beispielsweise ein eingeklemmter Nerv oder auch eine Gehirnerschütterung sein, die sich durch Kopfschmerzen, Schwindel und mitunter auch durch starkes Kribbeln äußert.

Kopfhaut kribbelt ständig: So wird es behandelt

Stressbedingte Kopfschmerzen lassen sich bereits mit ausreichend Entspannung behandeln. Nehmen Sie sich Zeit für sich selbst, probieren Sie es mit Yoga oder Meditation. So kann sich der Stress und die damit verbundene Anspannung lösen. Massagen helfen zudem bei Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich. Präventiv sollten Sie im Winter außerdem immer Schal und Mütze tragen, um das Risiko einer Unterkühlung am Kopf zu verringern.

Steckt eine Erkrankung hinter den Beschwerden, müssen diese ursächlich behandelt werden, damit das Parästhesie abklingt. Daneben sollte eine Umstellung der Medikamente in Betracht gezogen werden, wenn das Kribbeln eine Nebenwirkung eines Medikamentes ist.

Allgemein gilt: Hält das Kribbeln im Kopf über einen längeren Zeitraum an, ebbt nicht ab, sondern wird sogar noch stärker, dann sollten Sie in jedem Fall einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen.

Quellen:

Missempfindungen: Parästhesien, in: gesundheits-lexikon.com

Hormonyoga um gut durch die Wechseljahre zu kommen. Teil 1, in: yogasuite-hamburg.de