Warum Sie Glühwein niemals kochen sollten

Was wäre die Vorweihnachtszeit ohne Lichterglanz, Lebkuchen, Glühwein & Co.? Doch bei letzterem sollte man vorsichtig sein: Wer Glühwein kocht, muss mit gesundheitlichen Folgen rechnen. Das sind die Gründe!

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Weihnachten naht langsam und viele freuen sich auf den ersten Glühwein. Der schmeckt auch zu Hause gut, doch man sollte eines beachten: Glühwein darf nur erhitzt, aber nie gekocht werden, denn dann könnten sich krebserregende Stoffe bilden.

Krebsgefahr bei gekochtem Glühwein durch Hydroxymethylfurfural

Damit der Alkohol im Glühwein nicht so sehr zu Kopf steigt, glauben viele, dass er besser gekocht werden sollte. Doch das ist ein großer Irrtum und kann sogar gesundheitsschädlich sein: Beim Kochen von Glühwein zersetzen sich die Kohlenhydrate, wobei sich Hydroxymethylfurfural – ein Zuckerabbauprodukt – bildet. 

Dieses gilt als krebserregend, obwohl dafür laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) bisher noch keine eindeutigen Nachweise vorliegen. Um kein Risiko einzugehen, sollte Glühwein nur auf maximal 80 Grad erhitzt werden.

Auch billiger Zimt eine Gefahr im Glühwein

Für den typischen Geschmack gehören verschiedene Zutaten in den roten Wein. Dazu zählen zum Beispiel Sternanis, Nelken und Zimt. Letzterer birgt eine weitere Gefahr, denn wenn man zu einem Billigprodukt wie Kassia-Zimt greift, kann der Inhaltsstoff Cumarin starke Kopfschmerzen zur Folge haben. Schlimmstenfalls drohen sogar Leberschäden und Krebs. Dafür müsste man allerdings sehr viel Glühwein trinken, was allein durch den Alkoholgehalt unwahrscheinlich ist.

Glühwein enthält keinen Alkohol? Ein Irrglaube!

Zudem wird oft unterschätzt, wie viel Alkohol in Glühwein enthalten ist. Zwar verdampft der eigentlich bei 78 Grad Celsius. Doch auch wenn das weihnachtliche Getränk auf 80 Grad erhitzt wird: Durch verschiedene Zusatzstoffe wie beispielweise Zucker gilt bei Glühwein ein höherer Siedepunkt. Zudem muss er laut Gesetz mindestens 7 Prozent Alkohol enthalten – es steckt also noch jede Menge Alkohol drin.

Zucker im Glühwein führt zum Kater

Durch den hohen Zuckergehalt schmeckt man den Alkohol nicht und trinkt gern einen Becher mehr, als einem eigentlich guttun würde. Die Folge ist ein ausgewachsener Kater. Dazu schlägt Zucker auch kalorienmäßig richtig zu Buche. Die Krebsgefahr bei gekochtem Glühwein ist also nur ein Grund von vielen, beim Genuss des beliebten Getränkes vorsichtig zu sein.

Quelle:

Schnell getrunken, heftig bereut in: sueddeutsche.de