"Krebsfrei dank Ultraschall – ohne OP!"

Prostatakrebs mit Ultraschall behandeln
Für die Behandlung von Prostatakrebs gibt es neben einer OP auch die Ultraschallmethode, die für viele eine gute Alternative darstellt. © Fotolia

Aus Angst vor Nebenwirkungen wollte Fried Klaffke seinen Prostata–Tumor nicht operieren lassen. Er vertraute auf ein neues Verfahren.

"Es war ein Riesenschreck", erinnert sich Rosa Maria Klaffke (63), als sie von der Diagnose Prostatakrebs ihres Mannes Fried (65) erfuhr. Denn eigentlich war er nur für eine Routineuntesuchung beim Urologen. Dabei wird im Blut die Konzentration eines bestimmten Eiweiß–Stoffes gemessen, das sogenannte PSA (prostataspezifisches Antigen). Denn Tumorwachstum löst eine verstärkte Produktion des Eiweißes aus. "Ab einem PSA–Wert von 4 besteht bereits Krebsverdacht. Ich hatte aber 49", erzählt der ehemalige Chemie–Ingenieur aus Adendorf bei Lüneburg.

Die Ahnung bestätigt sich: Prostatakrebs. Doch eine OP lehnt der 65–Jährige ab: "Ich kenne niemanden, der nach einem solchen Eingriff nicht irgendwelche dauerhaften Probleme hatte." Denn Harninkontinenz und Potenzverlust zählen bei einer Prostata–Entfernung zu den häufigen Spätfolgen.

Frieds Arzt überweist ihn an Dr. Dietrich Pfeiffer in die Asklepios–Klinik nach Hamburg–Barmbek. Der Urologe rät seinem Patienten zur HIFU–Methode (Hochintensiver fokussierter Ultraschall). Dabei wird durch den Enddarm eine etwa zwei Zentimeter dicke Sonde eingeführt, die das kranke Gewebe per Ultraschall verkocht. Umliegendes gesundes Gewebe wird weitgehend verschont, Nebenwirkungen wie Inkontinenz und Impotenz lassen sich so sehr oft vermeiden. Das zerstörte Gewebe wird zum Teil über die Harnröhre abgestoßen, zum Teil in Bindegewebe umgewandelt. Der etwa zweieinhalb stündige Eingriff wird unter Rückenmarksbetäubung vorgenommen, zusätzlich bekommt Fried eine Beruhigungsspritze.

 

Keine Schnitte, keine Schmerzen

Zur Schonung muss der Rentner noch einige Tage einen Sitzring benutzen. Schmerzen hat er jedoch keine. Schon am dritten Tag darf der 65–Jährige bereits das Krankenhaus verlassen. Alle drei Monate geht er seitdem zur Kontrolluntersuchung. Sein PSA–Wert liegt auch sieben Jahre nach dem Eingriff bei 0,1 und ist somit kaum noch messbar. "Ich habe schon einige Bekannte zu HIFU geschickt", sagt er. Rosi ist überglücklich, dass ihr Mann alles so gut überstanden hat. "Durch Frieds Krankheit ist uns bewusst geworden, dass man sich nicht über Kleinigkeiten aufregen, sondern jede Sekunde des Lebens genießen sollte."

Das könnte Sie auch interessieren
Themen
Copyright 2018 praxisvita.de. All rights reserved.